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„Tag der Archive“ am 11. September in der Lohnhalle

Alte „Schätzchen“ sind Preise wert

AhlenAhlen.

Kreis- und Stadtarchiv sowie zahlreiche örtliche Vereine der Heimat- und Brauchtumspflege präsentieren sich und Exponate ihrer Arbeit einen Tag lang der Öffentlichkeit.

Von Christian Wolff

Die Fördertürme von Schacht 1/2 zieren das Plakat zum „Tag der Archive“. Schließlich kommen zahlreiche Vereine und Initiativen dazu in der Lohnhalle der Zeche Westfalen zusammen. Kreisarchivar Dr. Knut Langewand lädt alle Interessierten ein. Foto: Christian Wolff

Archive bewahren das Gestern und Vorgestern, aber auch das Heute für die Welt von morgen. Neben den großen Archiven der Kommunen und Kreise gibt es auch in Ahlen und Umgebung viele kleine Initiativen, die sich um die Bewahrung von interessantem, manchmal sehr speziellem Material kümmern. Der „Tag der Archive“ bringt sie am 11. September (Sonntag) in der Lohnhalle der Zeche Westfalen zusammen.

„Es ist eine Premiere und zugleich unser zweiter Anlauf“, sagt Mitorganisator Dr. Knut Langewand, Leiter des Kreisarchivs Warendorf. „Im März 2020 hatten wir schon alles geplant und aufgebaut, als uns der erste Coronafall in Ahlen einen dicken Strich durch die Rechnung machte.“ Jetzt wird Versäumtes endlich nachgeholt – und zwar zwischen 10 und 17 Uhr; eingebettet in den parallel stattfindenden „Tag des offenen Denkmals“, der ohnehin viele Besucher unter die alten Fördertürme führt.

Infos zu Recherchemöglichkeiten

Die Begrüßung um 11 Uhr übernehmen Landrat Dr. Olaf Gericke und Bürgermeister Dr. Alexander Berger gemeinsam. Die Archivalienschau für jeden Besucher zugänglich. Das Kreisarchiv zeigt ausgewählte Stücke aus den Ahlener, Vorhelmer und Dolberger Archivbeständen. Daneben gibt es Informationen zu Recherchemöglichkeiten in Archivalien und Büchern.

Unter dem Titel „Kennst du schon…?“ besteht die Möglichkeit zur Ahnenforschung anhand der Geburten-, Heirats- und Sterberegister aus Ahlen. „Wir bringen die Register digital mit, so dass die Gäste ,live‘ Familienforschung machen können“, erklärt Langewand. Ein Bücherflohmarkt des Kreisarchivs hält daneben so manches Schnäppchen parat. „Es handelt sich um aussortierte oder doppelt vorhandene Bücher des Kreisarchivs. Diese werden preiswert angeboten.“

Inhaltliches

Das „Archivcafé“ in der Cafeteria der Lohnhalle bietet unter anderem Kaffee und Kuchen an. Unterdessen steht die Wahl des „Ahlener Archivschätzchens“ auf dem Programm. „Die Bürger sollen dazu interessante wie seltene Originalexponate mitbringen, die für das Kreisarchiv bestimmt sind“, erläutert der Kreisarchivar. Für die beiden besten „Archivschätzchen“ werden im Anschluss Preise vergeben.

Anregungen für historische Serie

Übrigens: Dr. Knut Lange­wand arbeitet derzeit auch gemeinsam mit Stadtchronist Jürgen Rheker an der Zeitungsserie „Von China bis Mexiko – und trotzdem in Ahlen geblieben“, die schon nach den ersten beiden Folgen auf eine große Resonanz gestoßen ist. Beide stehen interessierten Lesern natürlich als Ansprechpartner für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Nebenbei präsentieren sie auch einen originalen Band aus dem Archiv der „Ahlener Volkszeitung“, das für ihre Serie wertvolle Dienste leistet.

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