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Kulturstrolche sind wieder unterwegs

Am Ende gibt‘s ein Diplom

Ahlen

Lange gab‘s coronabedingt nur Inhouse-Veranstaltungen an den Grundschulen. Aber jetzt geht‘s wieder vor die Tür – zu verschiedenen Kulturorten in der Stadt.

Die Kinder der Diesterwegschule mit Maya Zysik, FSJlerin im Kulturbüro der Stadt Ahlen. Foto: Stadt Ahlen

Nachdem der Corona-Lockdown viele Kultur-Aktivitäten in den Schulen ausgebremst hat, kommt nun langsam wieder Bewegung in die Klassen. So auch unter den Zweitklässlern der Diesterwegschule, die wie alle Ahlener Zweitklässer als neue Kulturstrolche von der Koordinierungsstelle der Stadt begrüßt wurden und damit auch ihre Kulturstrolche-Hefte erhielten.

Bevor aber die Hefte verteilt wurden, hatte sich Maya Zysik, neue Freiwillige im städtischen Kulturbüro, etwas Besonderes zur Begrüßung ausgedacht: Mit einem kleinen Quizz wurde das Kulturwissen der angehenden „Strolche“ getestet, die Klassen in zwei Spielgruppen eingeteilt. Die Aufregung der Kinder war angesichts der unerwarteten Spiel-Einlage groß. Zu gerne wurde das bereits vorhandene Wissen mit der Klasse angesichts von Fragen wie „Was findet man in einem Museum?“ oder „Hat Ahlen überhaupt ein Museum?“ geteilt und mit Ausflugserlebnissen in der eigenen Familie geschildert.

„Strolche“ bis zur vierten Klasse

Bis zur vierten Klasse werden die neuen Zweitklässler nun Angebote der kulturellen Bildung in Ahlen und Umgebung wahrnehmen, sich Kulturkenner-Wissen „erstrolchen“ und ihre Eindrücke in ihren eigenen Kulturstrolche-Heften festhalten. Am Ende blickt jeder Kulturstrolch auf mindestens sechs Besuche an verschiedenen Kulturorten und wird dabei reichlich Sticker und Erfahrung gesammelt haben, denn mit jeder Aktivität ist auch ein reichhaltiger Einblick in die Arbeit der jeweiligen Ahlener Kulturorte verbunden.

Ein eigenes Kulturstrolche-Diplom mit der Auszeichnung „fabelhaft“ wird jedem Grundschulkind der vierten Klassen am Ende der „Strolche-Zeit“ mit dem Abschlusszeugnis übergeben. Damit setzt das Kulturstrolche-Programm an dem strukturierten Modell von ständigen Kontakt- und Zugangsmöglichkeiten für alle Ahlener Kinder und Jugendliche an.

Interesse steigt

Nach wie vor sind noch einige Angebote in den Schulen aus dem letzten Angebotskatalog, der während der Corona-Pandemie entstand, gültig. Einige Klassen wagen sich aber schon wieder nach draußen, unter anderem im Rahmen einer Zechenrallye oder bei der Erkundung der eigenen Heimatgeschichte bei der Stadtrallye am Heimatmuseum. „Das Interesse, wieder an andere Orte zu fahren und dort Kultur mit den Kindern zu erleben, steigt nun spürbar wieder an und zeigt, dass solche Erlebnisse trotz sehr gut durchdachter Inhouse-Angebote schwer zu ersetzen sind“, meint Teresa Künstler, seit Mitte Juli neue Ansprechpartnerin der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung.

Das Kulturstrolche Programm Ahlen wird gefördert vom NRW-Kultursekretariat Gütersloh und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

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