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Geplante Stromtrasse

Amprion lässt noch viele Fragen offen

Vorhelm

Der Verweis auf Infostand und Infoveranstaltung war dem Ortsausschuss Vorhelm zu wenig. Was die geplante Gleichstromtrasse des Betreibers Amprion angeht, die Vorhelm tangieren soll, wünscht sich die Politik mehr Details.

Das Foto zeigt eine andere Baustelle von Amprion, wo Rohre für Erdkabel verlegt wurden. Diese liegen etwa 1,80 Meter tief im Erdreich. Foto: Amprion

„Eigentlich“, gestand Hubertus Beier, „wollte ich heute im Ortsausschuss mehr erfahren.“ Doch zur geplanten Gleichstromverbindung, die auf dem Weg von der Nordsee ins Ruhrgebiet im sogenannten Korridor B auch an Vorhelm vorbeiführen soll (wir berichteten), gab es bei der Sitzung am Montagnachmittag nicht mehr Informationen als die schon bekannten.

Michael Morch, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, verwies zunächst auf den von Betreiber Amprion angekündigten Infostand am 5. September (Montag) ab 10 Uhr auf dem Ahlener Marienplatz. Die Beschränkung auf den Vormittag sei jedoch wenig arbeitnehmerfreundlich, wie Schriftführerin Sabine Köhler konstatierte und sogleich auf eine Amprion-Infoveranstaltung am 1. September (Donnerstag) von 18 bis 20 Uhr in den Hammer Zentralhallen hinwies.

Averberg: „Hauptsächlich Landwirte betroffen“

„Infoveranstaltung hört sich immer schön an“, hielt Rathausfreund Alfred Thiemann fest. „Aber haben wir überhaupt noch Einfluss auf die Trassenführung?“ Nach ersten Einschätzungen aus Politik und Verwaltung gebe es da kaum Handhabe im Detail. „Hauptsächlich betroffen werden wir Landwirte sein“, sagte Ulrich Averberg (CDU). „Aber unsere Verbandsspitze weiß da auch nicht mehr.“ Hubert Papenfort verwies auf die aktuellen Solarparkpläne von Haus Vorhelm und der Firma Winkelmann: „Da wird geplant und hinterher geht da die Trasse wie ein roter Faden mittendurch.“ Papenfort hatte das Thema ursprünglich in einer früheren Sitzung aufs Tapet gebracht. Er sei „halt immer am Puls der Zeit“ und habe den möglichen Trassenverlauf über Vorhelmer Gebiet bereits festgestellt, als er in der Lokalpolitik noch gar nicht bekannt war.

Alfred Thiemann riet, über den Flächennutzungsplan Einfluss zu nehmen. „Passivität hilft uns nicht weiter.“ Das sieht auch Hubertus Beier so und versprach: „Wir bleiben am Ball.“ Und das trotz fehlender originärer Zuständigkeit. Die zwei Großwindräder im Schäringer Feld hätten beispielsweise auch nie auf der Vorhelmer Tagesordnung gestanden, wenn sich der Ausschuss nicht eingeschaltet hätte, so Beier.

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