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Live-Multivision „Sizilien“

An jeder Ecke Weltkulturerbe

Ahlen

Da muss man unbedingt mal hin: Martin Engelmann machte mit seiner Live-Multivision richtig Lust auf eine Reise nach Sizilien.

Von Ralf Steinhorst

Sizilien ist eine Insel voller Sehenswürdigkeiten – von der Natur über die antiken Tempel bis zu den Menschen. Foto: Martin Engelmann 

Der österreichische Fotograf Martin Engelmann sucht sich immer Themen, die ihn interessieren und dann für ihn zur Leidenschaft werden können. Die größte Mittelmeerinsel, nämlich Sizilien, wurde zur Leidenschaft, wie er in seiner Live-Multivision am Donnerstagabend in der Stadthalle zeigte. Diese wurde von den „Ahlener Zeitung“ in Kooperation mit der Stadthalle und der Volksbank präsentiert.

In seiner Begrüßung wies AZ-Redaktionsleiter Peter Harke darauf hin, dass Martin Engelmann bereits zum fünften Mal in der Multivisionsreihe zu Gast sei. Sein neuester Vortrag erlebte in Ahlen sogar seine Premiere, er ist Teil eines Gesamtporträts über Italien. „Sie werden sehen, Sizilien ist eine Reise wert“, versprach der Referent zu Beginn. Bereist hat der gelernte Fotografenmeister die Insel von 2018 bis 2021 in mehreren Etappen.

Auswanderin Annemarie

Schon das Intro machte Appetit auf die italienische Insel mit Motiven von Wildpflanzen und Vulkanausbrüchen des Ätna oder des Stromboli. Kein Wunder, dass die Deutsche namens Annemarie, auf die Martin Engelmann in Castellammare del Golfo bei Palermo traf, vor über 40 Jahren ihrer Liebe auf die Insel folgte und bis heute blieb: „Hier kriegt mich keiner mehr weg.“

Die vielen, über die ganze Insel verteilten antiken Tempel zeugen von einer wechselvollen Geschichte, beginnend mit den Phöniziern und Griechen. Es folgten weitere Völker, so dass man heute einen breiten Mix an Kulturen vorfindet.

Martin Engelmann hatte noch letzte Exemplare seines Fotokalenders 2022 nach Ahlen mitgebracht. Ein Motiv ist der griechische Tempel in Selinunt auf Sizilien. Foto: Ralf Steinhorst

Der Ort Corleone nahm einen breiten Teil des Vortrags ein, hier erfuhren die 150 Zuschauer mehr über die Geschichte der Mafia, die von dort ausging, sich heute aber weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat. Morde sind jedenfalls nicht mehr an der Tagesordnung wie noch in den 1980er Jahren.

„An jeder Ecke Palermos findet man ein Weltkulturerbe“, charakterisierte Martin Engelmann dann die Schönheit der Inselhauptstadt, in der auch das Teatro Massimo, das größte Opernhaus Italiens, zu finden ist. Die Küstenstadt Cefalu hat dagegen andere Reize und scheint der Hochzeitsort schlechthin zu sein.

Taormina mit dem griechischen Theater und dem tollen Blick aufs Meer fehlte ebenso wenig. Der bei Catania gelegene Vulkan Ätna prägt das ganze Umland, Martin Engelmann erwischte einen der Ausbrüche und dank Unterstützung zweier Vulkanologen beim Aufstieg konnte er dem Publikum ergreifende, von einer Drohne produzierte Lavabilder bieten. Ähnliche Bilder streute der Fotograf vom Vulkan Stromboli, entstanden bei seinem Abstecher auf die Liparischen Inseln, ein.

Der Vortrag bot einen bunten Mix aus Fotos und Videos, die Reiselust weckten. Für sein Italien-Porträt fehlen Martin Engelmann noch einige Regionen; welche er als nächste vorstellen wird, hat er noch nicht entschieden. Die Ahlener Multivisionsfans werden es rechtzeitig erfahren.

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