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Bei einem Blackout

Anlaufstelle für 550 Menschen in Ahlen

Ahlen

Für den Fall eines flächendeckenden Stromausfalls will die Stadt Ahlen eine Betreuungsstelle für bis zu 550 Menschen vorbereiten.

Als Notrufmeldestellen sind neben der Feuerwehr-Hauptwache am Konrad-Adenauer-Ring auch die Wachen Süd, Dolberg und Vorhelm gelistet. Ebenso die Polizeiwache am Südberg. Foto: Christian Wolff

Update zur Energiesituation am Montagabend im Stadtrat: Die sei aktuell nicht so dramatisch, wie im Sommer befürchtet, erklärte Stephanie Kosbab.

Die Sozialdezernentin und Leiterin des Krisenstabes für außergewöhnliche Ereignisse informierte über laufende und getroffene Maßnahmen. Die Stadt Ahlen befinde sich für den Katastrophenfall in enger Abstimmung mit dem Kreis und seinen Kommunen. Zentrale Frage: „Wie geht man mit einem flächendeckenden Blackout über 72 Stunden um?“

Dazu sei die Arbeitsgruppe Energiesicherheit auf Kreisebene eingerichtet worden. Unterarbeitsgruppen befassten sich mit den Themenkomplexen Alarmierung, Kommunikation und Informationsaustausch. Ebenso mit der Aufrechterhaltung notwendiger Organisationseinheiten in der Verwaltung und Personalplanung und mit der Einrichtung von Notrufmeldestellen und auch Betreuungsstellen.

Krisenstabsleiterin Stephanie Kosbak Foto: Ulrich Gösmann

Als Notrufmeldestellen seien die Feuerwehrstandorte in Vorhelm und Dolberg, Süd und Hauptwache gelistet. Ebenso die Polizeiwache. Diese Einrichtungen, betonte Kosbab, dienten lediglich dem Absetzen von Notrufen, nicht dem Aufenthalt von Menschen.

Für die Einrichtung einer zentralen Betreuungsstelle für 550 Menschen würden aktuell zwei Gebäudeoptionen geprüft. „Man richtet ein Gebäude ein und dann wird es schon gut gehen: So einfach ist es nicht im Worst Case“, merkte die Leiterin des Krisenstabes an. Aufgabe dieser Anlaufstelle sei der kurzfristige Aufenthalt von Menschen in Not, der Informationsbeschaffung und Vermittlung von Spontanhilfen. „Jeder Mensch muss eigenverantwortlich Maßnahmen für den Fall eines Blackouts treffen", betonte Kosbab. Nur wer dazu nicht in mehr selbst in der Lage sei, dem werde auf diesem Weg geholfen.

Um die Trinkwasserversorgung macht sich die Dezernentin keine Sorgen. Die sei sichergestellt. Mehr noch: „Wir wären in Lage, kreisangehörige Kommunen mitzuversorgen.“

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