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Elisabeth-Tombrock-Haus

Anne Troester hinterlässt große Spuren

Ahlen

19 Jahre leitete sie die Geschicke im Seniorenheim an der Kapellenstraße. Jetzt geht Anne Troester in den Ruhestand. Das Team und die Bewohnerinnen und Bewohner bereiteten ihr einen strahlenden letzten Arbeitstag.

Anne Böger (r.), stellvertretende Einrichtungsleiterin, übergab zusammen mit Erhard Richard, Vorsitzender des Fördervereins, einen Bildband der Erinnerungen an die scheidende Einrichtungsleiterin Anne Troester. Foto: Elisabeth-Tombrock-Haus

Anne Troester hat einen sonnigen, strahlenden Tag erwischt: Die Leiterin des Elisabeth-Tombrock-Hauses verabschiedete sich im Sinnesgarten der Senioreneinrichtung an der Kapellenstraße von ihren Kolleginnen, Kollegen und den Menschen, die hier leben. Nach 19 Jahren ging sie in den Ruhestand. Untermalt wurde das von den Mitarbeitenden organisierte Treffen am Dienstag durch den Gesang von Musikgeragogin Angelika Georges vom Sozialen Dienst: „Ich liebe das Leben“.

Die stellvertretende Einrichtungsleiterin Anne Böger verabschiedete Anne Troester im Beisein zahlreicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Worten „Sie gehen – wir bleiben! Da lohnt es sich, darauf zu schauen, was Sie uns im Elisabeth-Tombrock-Haus hinterlassen werden.“

Bildband der Erinnerungen

Es gab eine ganze Menge zu berichten, was Anne Troe­ster in den 19 Jahren für das Leben im Elisabeth-Tombrock-Haus geprägt, angeregt und gestaltet hat. „Auch wir möchten Ihnen etwas mitgeben. So kann ich Ihnen heute einen Bildband der Erinnerungen überreichen. Mitarbeitende aller Bereiche haben mit viel Kreativität daran mitgewirkt und, so kann man sagen, kleine Kunstwerke geschaffen“, sagte Anne Böger.

Unter Arbeitsminister Norbert Blüm war in den Jahren vor ihrer Tätigkeit ein Projekt zur mobilen geriatrische Rehabilitation aufgelegt worden, das als Teilprojekt des Ministeriums auch in Ahlen realisiert werden sollte, berichtete dann der Pressereferent Erhard Richard über die damaligen Hintergründe. Das habe das Interesse von Anne Troester geweckt, auch der stationären Altenpflege einen neuen Stellenwert zu verschaffen und sei für sie Anreiz und Herausforderung gewesen, die Leitung des Elisabeth-Tombrock-Hauses zu übernehmen.

„Auch der Charme mit dem das Münsterland auf mich wirkte, führte nach sechsmonatiger Verhandlung mit der Caritasführung schließlich zur Entscheidung für das Elisabeth-Tombrock-Haus in Ahlen“, erinnert sie sich an diesen Tag zurück, „und so war der Umzug aus bisheriger Tätigkeit, als Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Karlsruhe, für mich beschlossene Sache.“ Im Jahr 2010 erfolgte dann der Übergang des Hauses von der Caritas Trägergesellschaft Nord (CTN) in die Trägerschaft der St. Clemens GmbH unter dem Dach der St.-Franziskus-Stiftung in Münster.

Muskigeragogin Angelika Georges singt „Ich liebe das Leben“, links Anne Troester, rechts Anne Böger, stellvertretende Einrichtungsleiterin. Foto: Elisabeth-Tombrock-Haus

Als Anne Troester am 1. April 2003 ihren Dienst als Einrichtungsleiterin aufnahm, war es ein ebenfalls sonniger, strahlender Tag. Das Elisabeth-Tombrock-Haus ging in das neunte Jahr seines Bestehens. Ihr Ziel nach diesem Tag war es, das Haus in eine neue Zeit zu führen, vom Altenheim zu einer modernen Senioreneinrichtung zu entwickeln. Eine Senioreneinrichtung, die sich heute präsentiert mit Tagespflege, Kurz- und Vollzeitpflege mit Demenz-Kompetenz-Zentrum und darauf besonders ausgerichteten Wohnbereichen, einem Stadtteilcafé und Außenanlagen mit großem, stets gern besuchtem Sinnesgarten.

„Das Kapital des Hauses waren und sind unverändert die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Entwicklung wesentlich mitgeprägt haben. Ich bin dankbar dafür, dass ich gemeinsam mit diesem Team – aus vielen verschiedenen Talenten und Fähigkeiten – die letzten 19 Jahre arbeiten durfte“, lobte Anne Troester: Der berufsgruppen-übergreifende Ansatz ist der Erfolg der Arbeit auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Stolz blicken dürften: die Pflegefachkräfte und Alltagsbegleiter in der täglichen Pflege und Betreuung, ebenso wie der Soziale Dienst mit gerontopsychiatrischen Fachkräften, den Kolleginnen und Kollegen in Musikgeragogik, Ergotherapie und Heilpädagogik, Hauswirtschaft, Verwaltung, im Freiwilligen Sozialen Jahr und natürlich die Ehrenamtlichen, auch mit einem engagierten Förderverein.

Kollegiales Miteinander

„Wenn ich Ihnen an dieser Stelle von Herzen für Ihr kollegiales Miteinander und Ihr Engagement danke, so ist das in erster Linie auch der Dank im Namen unserer Bewohnerinnen und Bewohner“, so die scheidende Einrichtungsleiterin weiter: „Die Menschen, die hier leben und arbeiten, verlasse ich heute in meinen Resturlaub. Ich tue das in dem Bewusstsein, dass Sie alle Ihren Weg im Elisabeth-Tombrock-Haus fortsetzen werden, zum Wohl der Menschen, die auf Sie persönlich vertrauen und sich Ihrer Fürsorge anvertrauen.“

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