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Kommers des Bürgerschützenvereins Ahlen

Applaus für Stroband-Predigt

Ahlen

Es ist selten, dass in einem Gottesdienst Applaus gespendet wird. Doch die Worte, die Pfarrer Willi Stroband am Freitagnachmittag in der St.-Bartholomäus-Kirche fand, beeindruckten nicht nur die Bürgerschützen und ihre Gäste.

Christian Wolff

Ausgezeichnet für ruhige Hand und Treffsicherheit: Beim Kommers des Bürgerschützenvereins Ahlen wurden am Freitagabend die Plaketten- und die Insignienempfänger gewürdigt. Foto: Christian Wolff

Der Geistliche, der gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen Martin Frost den ökumenischen Gottesdienst zelebrierte, hob hervor, was Schützenfeste eigentlich wertvoll macht. Es sei jedem möglich, sich „auch mal fallen zu lassen“, weil Menschen da seien, die einen auffangen. „Verbrüderung und Kameradschaft sind schöne Worte“, sagte er. Leider seien sie in unheilvollen Zeiten missbraucht worden, weshalb ihre Bedeutung lange Zeit in weniger gutem Licht gestanden habe. Doch inzwischen wisse man sie wieder richtig einzuschätzen, was Stroband sehr freut.

Am Abend kamen die Bürgerschützen im Festzelt am Südwall zum Kommers zusammen. Dabei stehen in jedem Jahr die treffsichersten Mitglieder im Mittelpunkt. Besonderen Dank sprach der neue Oberst Frank Beier seinem Amtsvorgänger Marcel Damberg für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren aus. „Ich schenke ihm heute keinen Orden, denn derer hat er ja genug“, sagte Beier mit Augenzwinkern und holte einen Füllfederhalter hervor. „Ich denke, den kannst du besser gebrauchen, denn du bist jemand, der wichtige Dinge gerne verschriftlicht.“ Der Clou bei dem Geschenk: grüne Tinte. Diese stehe nicht nur symbolisch für das Schützenwesen, sondern sei in Amtsstuben nur dem höchsten Posten vorbehalten. Damit spielte der Gratulant auf Dambergs beruflichen Werdegang zum Schulleiter an.

Ehefrau Britta Damberg, die in Vergangenheit bei so vielen Terminen auf ihren Gatten verzichten musste, erhielt gleich zwei Blumensträuße – einen von Frank Beier und einen von ihrem Mann, was sie sichtlich rührte.

Im Anschluss an den offiziellen Teil übernahmen, wie es seit einigen Jahren Brauch am zweiten Festtag ist, die Jungschützen das Regiment und ließen bei Musik und Tanz bis in die Nacht keine Langeweile aufkommen.

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