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Evangelische Kirchengemeinde umweltbewusst

Auf Bienenbedürfnisse abgestimmt

Ahlen

Ein Beet, das nicht nur Insekten erfreut, sondern auch das menschliche Auge und die Seele, ist nun an der Paul-Gerhardt-Kirche entstanden.

wn

Blumen für Bienen – dafür sorgen die Umweltbeauftragte Pfarrerin Martina Grebe, Reinold Leuthardt und Manfred Röttjes Foto: Evangelische Kirche

Entlang der Paul-Gerhardt-Kirche erstreckt sich ein wahres Blütenmeer. Wohin man blickt: Es brummt und summt und das schon seit Monaten. Hummeln, Honigbienen und ihre ungezählten wilden Artgenossen kommen und laben sich an den Nektarquellen. „Es war unsere Absicht, im Rahmen der Bewahrung der Schöpfung diese Beete anzulegen“, sagt Pfarrerin Martina Grebe, Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen.

Reinhold Leuthardt

Dazu, so die Kirchengemeinde, habe sie sich fachkundige Verstärkung geholt. Mit im Blumenboot sitzt noch Reinhold Leuthardt, der als Gärtnermeister der fach- und sachkundige Leiter des Projekts ist. Ihm zur Seite stehen Manfred Röttjes und Horst Schulte vom Förderverein Paul-Gerhardt-Kirche.

„Wir wollen mit diesem Projekt den Insekten über die ganze Saison eine ergiebige Futterquelle bieten“, erklärt Reinhold Leuthardt. Auch soll die Anlage das menschliche Auge und die Seele erfreuen – eine Aufgabe, wie für den Blumenliebhaber geschaffen.

Martina Grebe

Mit großer Sachkenntnis hat sich der Gärtner aus Leidenschaft in die Planung gestürzt. „Die Pflanzen mussten so gewählt sein, dass sie praktisch über ein halbes Jahr hinweg für Insekten etwas bieten“, umreißt Reinhold Leuthardt die Bedingungen. Für den Gartenfachmann war das kein wirkliches Problem.

Eine buchstäblich bunte Mischung aus ein- und mehrjährigen Blumen und Stauden bereichern das Beet. Dazu kommen extra auf Bienenbedürfnisse gezüchtete, aber auch sehr dekorative Rosen. Verschiedene Arten von Sonnenblumen erfreuen sowohl den Betrachter als auch die summenden Besucher. „Und im Herbst und bis in den Winter bieten die auch noch Vögeln Nahrung“, ergänzt Manfred Röttjes.

Die Mischung aus Stauden wie Geißbart, Katzenminze, Blauraute und Ziest sowie Blühgehölze mit besonderen Rosenneuzüchtungen von ‚Nektar-Garten‘ lieferten alles, was die Tierwelt benötige.

Mit diesem Projekt will die Evangelische Gemeinde mit gutem Beispiel vorangehen: „Was wir hier gemacht haben, kann jeder in seinem Garten und oder auf dem Balkon in anderem Maßstab nachvollziehen“, appelliert Pfarrerin Martina Grebe ans Umweltbewusstsein. Pflanzenlisten hängen als Anreiz in den Schaukästen der evangelischen Kirchen.

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