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Florianstag mit zahlreichen Ehrungen

Auf die Feuerwehr ist immer Verlass

Ahlen

Der erste Florianstag nach 2019 und auch der erste unter Leitung von Christian Reeker – das war am Freitagabend für die Ahlener Feuerwehrleute etwas ganz besonderes. Und nicht nur das.

Von Martin Feldhaus

Ein ganz besonderer Moment: Herbert Faust wurde im Kreise seiner Kameradinnen und Kameraden für die 80-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr geehrt. Foto: Martin Feldhaus

Einen ganz gewöhnlichen Florianstag? Feierte die Freiwillige Feuerwehr Ahlen am Freitagabend in der Fahrzeughalle der Hauptwache beileibe nicht. Nicht nur, dass dieses Ereignis eigentlich auf den 4. Mai fällt und nur ausnahmsweise coronabedingt in den September verschoben wurde. Zusätzlich war es auch noch der erste Florianstag seit 2019 – und zugleich der erste, nachdem Christian Reeker von Walter Wolf die Wehrführung übernommen hatte. Dementsprechend groß war die Freude bei den zahlreichen Kameradinnen und Kameraden sowie einigen Gästen, diesen für die Feuerwehr wichtigen Tag wieder gemeinsam begehen zu können.

Auftakt mit Wortgottesdienst

Den Auftakt markierte dabei traditionell ein Wortgottesdienst mit Pater Hermann-Joseph Schwerbrock, den Winfried Appel auf dem Keyboard musikalisch begleitete. Der Seelsorger verwies darauf, dass die Pflege der Kameradschaft wesentliche Voraussetzung dafür sei, „dass man sich im Ernstfall aufeinander verlassen kann“. Er betonte zudem, die gesellschaftliche Bedeutung der Wehr, die seit nunmehr 139 Jahren in Ahlen unverzichtbar sei.

Wehrführer Christian Reeker ließ in seiner Rede die vergangenen zwei Jahre Revue passieren. Zwar hätten auch die Schutzziele der Feuerwehr durch Corona gelitten, aber dennoch sei eines gewiss: „Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf ihre Feuerwehr verlassen“, so Reeker. Das gelte auch über die Stadtgrenzen hinaus, was beispielsweise die Einsätze im Rahmen der Flutkatastrophe an der Ahr im vergangenen Jahr zeigten. Zudem habe man etwa auch bei der Ad-hoc-Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine in der Mammutschule gemeinsam mit der Verwaltung und Hilfsorganisationen tolle Arbeit geleistet.

Aussagen, die Bürgermeister Dr. Alexander Berger mit einigen Eckdaten aus den beiden vergangenen Jahren untermauerte: Im Rettungsdienst gab es hier jeweils um die 10000 Einsätze. 380 Mal leistete die Feuerwehr technische Hilfeleistung. Zudem gab es jährlich circa 100 Einsätze im Brandschutz. „Feuerwehr lebt vom ehrenamtlichen Engagement“, unterstrich Berger und lobt die Kameradinnen und Kameraden der Ahlener Wehr, die „immer wieder den Spagat zwischen Beruf und Privatleben, zwischen Arbeitgeber und Familie“ schafften. Sie leisteten ihr Ehrenamt zu jeder Tag- und Nachtzeit.

Stehende Ovationen

Das Herzstück des Abends bildeten zahlreiche Ehrungen und Beförderungen, die Wehrführung und Bürgermeister gemeinsam vornahmen. Besonders emotional wurde es, als Altbürgermeister und Ehrenbürger Herbert Faust die Bühne betrat und für eine sage und schreibe 80-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet wurde: Diese unglaubliche Lebensleistung quittierten die Gäste mit stehenden Ovationen. „Es ist mir eine große Ehre, mit euch die Werte der Feuerwehr zu leben“, stellte Christian Reeker gegen Ende seines ersten Florianstags als Wehrleiter heraus. Den anschließenden geselligen Ausklang genoss die Feuerwehrfamilie nach zweimaligem coronabedingtem Ausfall der Veranstaltung sichtlich.

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