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Ahlens Parisozial Paradebeispiel für Integration

Auf jedem zweiten Platz sitzt ein Migrant

Ahlen

Bei Parisozial in Ahlen erlebte Staatssekretär Thorsten Klute soeben, wie Integrationsarbeit laufen kann. Anderswo gebe es aber noch Defizite.

wn

Zusammen mit der Landtagsabgeordneten der SPD, Annette Watermann-Krass, und Ali Bas von den Bündnisgrünen kam jetzt der Staatssekretär für Inte­gration, Thorsten Klute, zu einem Arbeitsbesuch nach Ahlen zu Parisozial.

Geschäftsführer Dietmar Zöller und Mitarbeiter Serhat Ulusoy informierten über Schwerpunkte der Integrationsarbeit – insbesondere von der Tatsache, dass der Betrieb Parisozial in den letzten sechs Jahren fast jede zweite neue Stelle mit einem Mitarbeiter mit Migrationshintergrund besetzt hat, zeigte Klute, dass interkulturelle Öffnung auch praktisch umsetzbar sei.

Einigkeit herrschte auch darüber, dass interkulturelle Öffnung in den meisten Organisationen als Mehrheitsgesellschaft noch nicht angekommen ist, jedenfalls nicht so weit, dass Organisationen aus dem Engagementbereich, seien es nun die Rettungsorganisationen oder Freizeit- und Kulturvereine, sich aktiv um diese Zielgruppe bemühen. Selbst im Sport gelte das gleiche, nur vereinzelt im Fußball gibt es Ausnahmen.

Ebenso zeigte sich Klute interessiert an den Ideen der stärkeren Förderung des freiwilligen Engagements für junge Menschen durch das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst.

Zuletzt wurde die Frage diskutiert, wie es gelingen könne, die im Berufseinstieg benachteiligten Frauen mit Kopftuch und jungen Männer mit schlechten Schulabschlüssen besser zu integrieren, um Freizeitgestaltung in Spielhallen und Wettcentern zu vermeiden.

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