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Notunterkunft wird auf 300 Plätze vorsorglich erweitert

Auf mehr Flüchtlinge eingestellt

Ahlen

Das Catering in der Notunterkunft in der ehemaligen Mammutschule wird auf Selbstversorgung umgestellt. Dazu sind bereits Küchen eingebaut worden. Weil von einem erhöhten Zuzug auszugehen ist, wird die Belegungsobergrenze auf insgesamt 300 Personen erweitert.

Von Dierk Hartleb

Als „Brückenmaßnahme“ soll in der Flüchtlingsunterkunft eine Betreuung für Kinder organisiert werden, für die es noch keinen Platz in einer Kita gibt. Derzeit wird dafür eine Erzieherin gesucht. Foto: Ulrich Gösmann

Die Notunterkunft für Ukraine-Flüchtlinge in der ehemaligen Mammutschule am Röteringshof wird noch länger betrieben werden müssen als geplant. Das verdeutlichte Sozialdezernentin Stephanie Kosbab am Dienstag in der Sitzung des zuständigen Fachausschusses.

Nachdem die Belegungszahl auf über 160 Menschen gestiegen ist – derzeit sind es 163 Bewohnerinnen und Bewohner – wurde die sogenannte Betriebsvariante aktiviert, die eine Belegung bis 300 Personen vorsieht. Weil die sich aufgrund des Kriegsverlaufs in der Ukraine schon länger abzeichnete, wurde bereits vor einigen Wochen mit dem Einbau von mehreren Küchen begonnen, die die Umstellung von einer Vollversorgung durch einen externen Caterer auf Selbstversorgung ermöglichen. Dabei sei ein Teilcatering nicht ganz ausgeschlossen, führte Kosbab weiter aus. Weil allen Bewohnern die Transferleistungen des Jobcenters zustehen, seien sie auch in der Lage, sich selbstständig mit Lebensmitteln zu versorgen. „Bei stärkerer Belegung kann unter Umständen auch wieder ein ergänzendes Catering wie Mittagessen erforderlich werden“, erklärte Kosbab weiter.

Sozialdezernentin Stephanie Kosbab

Um auch den Anspruch auf einen Kitaplatz für die Kinder abzudecken, soll in der Unterkunft eine Betreuungseinrichtung als „Brückenmaßnahme“ installiert werden, in der die Kinder für 25 Wochenstunden betreut und möglichst gefördert werden können. Derzeit wird noch eine Erzieherin gesucht.

Zufrieden ist die Stadt mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als Betreuungsverband. „Alles verläuft in geordneten Bahnen“, stellte die Dezernentin auf Nachfrage fest. Aufgrund dessen werde der Vertrag mit dem ASB fortgesetzt, wobei regelmäßig eine Lageanalyse durchgeführt werde. Durch die weiter zu erwartende höhere Belegung sei auch mit einem höheren Reinigungswand zu rechnen.

Für Aufnahme, Unterbringung und Versorgung stellt das Land den Kommunen einschließlich Krankenhilfe eine monatliche Kostenpauschale zur Verfügung. Für 2023 liegen nach Auskunft der Stadt noch keine weiteren Mittelzusagen von Bund oder Land vor. Die Coronakosten werden städtischerseits nach Landesvorgabe auf einem Sonderkonto geparkt.

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