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Versammlung der Dolberger Landfrauen

Auflösung oder Zwangsfusion drohen

Dolberg

Maximal zwölf Jahre darf ein Vorstand bei den Landfrauen im Amt sein. Der Vorstand in Dolberg erreicht diese Grenze Anfang kommenden Jahres. Aber es sind weit und breit keine Nachfolgerinnen in Sicht.

Von Peter Schniederjürgen

Der Vorstand hat noch bis zum Anfang 2023 Zeit, dann muss er abgelöst werden (v.l.): Annette Tiemann, Mechthild Klockenbusch, Marie-Therese Bernsmann, Elke Jackenkroll, Annette Schlieper, Petra Hoffbauer und Walli Northoff. Foto: Peter Schniederjürgen

Dunkle Wolken ziehen über den Landfrauen Dolberg auf. Denn dem Verein mit mehr als 100 Mitgliedern droht im kommenden Jahr das Aus. „Es gibt eine Vorschrift in der Satzung, die Vorstände auf maximal drei Perioden, also zwölf Jahre begrenzt“, sagt Walli Northoff vom Vorstandsteam.

Das sind außer ihr noch Elke Jackenkroll und Petra Hoffbauer. Die drei Frauen sind tatsächlich schon bedingt durch Corona 13 Jahre im Amt und im kommenden Jahr ist definitiv ein neuer Vorstand nötig.

„Wir haben ganz viel unternommen, um einen neuen Vorstand zu finden“, erklärt Elke Jackenkroll. Die Frauen wurden angeschrieben und auf das Problem hingewiesen. Leider ohne Erfolg. „Nun droht uns tatsächlich die Auflösung oder auch die Zwangsfusion mit einer anderen Ortsgruppe“, sagt Petra Hoffbauer voraus.

Unterstützung gewährleistet

Dabei wollen sich die erfahrenen Vorstandsfrauen gar nicht komplett zurückziehen. „Wir würden ja auch zum Beispiel als Beisitzerinnen den neuen Vorstand unterstützen“, schlägt Petra Hoffbauer vor. Doch es mangele einfach an Nachwuchs. „Uns fehlt die komplette Mittelstufe, das sind die Frauen zwischen 30 und 40“, stellt Walli Northoff fest. Sie will sich damit nicht zufriedengeben. „Wir werden die Landfrauen nicht so einfach aufgeben, da fällt uns noch etwas ein“, bleibt sie kämpferisch.

Bei der Jahreshauptversammlung gab es Filztaschen als Dank für die tolle Gemeinschaft. Foto: Peter Schniederjürgen

Diese Diskussion in der pandemiebedingt schwach besuchten Jahreshauptversammlung in der „Post“ dominierte zwar, doch wurden auch die üblichen Formalien nicht vergessen. Allen voran stand der Blick auf die kommenden Veranstaltungen. „Am 19. Mai fahren wir zur Hofbesichtigung mit Spargelessen auf den Hof Schulze Blasum nach Werne“, kündigt Walli Northoff an. Dabei könne selber auch mal Spargel gestochen werden. „Die Tour ist offen für alle, also auch Nichtmitglieder“, ergänzt die Landfrau und bittet um Anmeldung unter der Nummer 02388/342 49.

Im Mai ist die Radtour mit dem Landwirtschaftlichen Ortsverband vorgesehen, der genaue Termin folgt. Am 1. Juni um 20.30 Uhr findet ein Linedance-Kurs im „Freiraum“ an der Friedensstraße mit Erika Girke statt. Mit den Ahlener Landfrauen geht es am 18. Juni in den Garten-Picker, das „Staudenparadies“ in Borken-Weseke. Danach führt eine Fahrt zum Textilmuseum Bocholt.

Das Sommerfest ist für den 22. Juli geplant. „Dabei richten wir uns ganz besonders an die jungen Frauen, die uns hier als Gäste oder gern als Mitglieder mehr als willkommen sind“, so Petra Hoffmann. Die Radtour „ins Blaue“ ist für den 3. September vorgesehen, aber noch kein Ziel festgelegt. Zum Abschluss bekamen die Frauen noch schicke Einkaufstaschen aus Filz als Dank für die tolle Gemeinschaft.

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