1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. B 58 verschlankt für den Radweg

  8. >

5,9-Millionen-Euro-Neuzuschnitt startet Ende März

B 58 verschlankt für den Radweg

Ahlen/Drensteinfurt

Von zwölf Metern Breite runter auf acht. Die B 58 zwischen Ahlen und Drensteinfurt verschlankt sich für einen durchgehenden Rad- und Fußweg. Und mehr. Baustart ist Ende März – mit Behinderungen und Einbahnstraßenregelung auf langer Strecke.

Von Ulrich Gösmann

Noch breit: Die B 58 verschlankt sich teils um vier auf acht Meter Foto: Ulrich Gösmann

Erster Spatenstich ausgerechnet dort, wo die Baustelle enden soll. Kurios! Warum Ina Brandes nicht in Drensteinfurt den symbolischen Startschuss gibt, wird die neue NRW-Verkehrsministerin am Montag (21. März) bei ihrer Stippvisite auf Ahlener Boden erklären können. Fakt ist: Der Bund investiert zeitnah 5,9 Millionen Euro in die Umgestaltung der B 58. Auf 7,8 Kilometern Strecke werden sich Breite und Profil ändern, um Platz für einen Geh- und Radweg zu schaffen. Baustart ist Ende März – in Drensteinfurt.

Auf halber Strecke erhält die B 58 einen sogenannten 2+1-Querschnitt. Geh- und Radweg weichen auf einen Wirtschaftsweg aus. Das schafft Platz für einen einseitigen Überholstreifen, der in Höhe der Brücke die Seite wechselt.Auf halber Strecke erhält die B 58 Foto: Plan: Straßen NRW

Durch die sogenannte Querschnittsumgestaltung wird die durchgängig rund zwölf Meter breite Fahrbahn auf einem Großteil der Strecke auf acht Meter reduziert. Begleitend entsteht ein Geh- und Radweg mit einer Breite von 2,50 Metern, der durch einen Schutzstreifen baulich von der Fahrbahn getrennt wird, wie Straßen NRW mitteilt.

Auf einem rund zwei Kilometer langen Teilstück im mittleren Streckenverlauf wird ein sogenannter 2+1-Querschnitt entstehen, der Geh- und Radverkehr hier auf einem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg geführt. Das schafft Platz für eine Überholspur. Straßen-NRW-Sprecherin Nina Wischeloh erklärt auf Nachfrage: „Es handelt sich wie bei der B 54 um einseitige Überholstreifen. Wir beginnen aus Drensteinfurt kommend in Fahrtrichtung Ahlen mit zwei Spuren. Kurz vor der Brücke wechselt es dann einmal. Die 2+1-Führung beginnt hinter der Einmündung des Wirtschaftswegs Drensteinfurter Straße und endet in Höhe der Einmündung der L 811 (Prozessionsweg).“

Kurz vor der Brücke soll der Überholstreifen die Fahrtrichtung wechseln. Foto: Ulrich Gösmann

Wie es der in Ahlen noch nördlich verlaufende Geh- und Radweg auf Drensteinfurter Gebiet auf die südliche Seite schafft, erklärt Wischeloh mit einer Querungshilfe: „Diese wird von Drensteinfurt kommend kurz vor der Einmündung zum Wirtschaftsweg Drensteinfurter Straße eingerichtet.“ Zur Orientierung: Hier steht ein Schild mit einem Hinweis zum Hof Beckamp.

Hier entsteht für den Seitenwechsel des Rad- und Fußweges eine Querungshilfe. Foto: Ulrich Gösmann

Im Zuge der Gesamtmaßnahme werden, wie es ergänzend heißt, sieben Bushaltestellen barrierefrei ausgestattet.

Die Umgestaltung der Bundesstraße läuft in mehreren Bauabschnitten. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Sie starten auf Drensteinfurter Gebiet im Kreuzungsbereich der B 58/B 63 / Ahlener Weg. Hier wird der Geh-Radweg an den Ahlener Weg angeschlossen, Verkehrsinseln werden umgebaut und die Ampelanlage angepasst.

Das Ende der Baustrecke liegt auf Ahlener Gebiet in Höhe der Kreuzung Prozessionsweg / B 58 (Gärtnerei Schulze Eckel) und bindet an die bereits realisierte Umgestaltung an. Hier setzt NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes den ersten Spatenstich.

Nina Wischeloh (Sprecherin Straßen NRW)

Die Verkehrsführung richtet sich nach den jeweiligen Bauabschnitten. „Für große Teile der Arbeiten wird mit einer Einbahnstraßenregelung von Ahlen kommend Richtung Drensteinfurt gearbeitet werden müssen“, schickt Straßen-NRW-Sprecherin Nina Wischeloh vorweg. Die Umleitung werde ab Drensteinfurt über die B 63 und die L 671 führen. Sobald der genaue Baustarttermin feststeht, werde Straßen-NRW darüber informieren. Zum Baubeginn soll der Verkehr noch für rund zwei Wochen in beide Richtungen fließen können.

Der Bund investiert für die Gesamtmaßnahme rund 5,9 Millionen Euro.

Umgestaltung der Ortsdurchfahrt

Wo ein Ende, da in Zukunft eine Weiterführung im innerstädtischen Bereich der B 58. Foto: Ulrich Gösmann
Startseite
ANZEIGE