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Konzert mit Holger Blüder

Balsam für die gestresste Seele

Ahlen

Das Warten hat sich gelohnt: Der klassisch-romantische Klavierabend mit Holger Blüder begeisterte das Publikum im Haus Sandgathe.

Von Angelika Knöpker

Der romantische Klavierabend mit dem Pianisten Holger Blüder stieß beim Publikum auf große Begeisterung. Foto: Angelika Knöpker

Zu einem klassisch romantischen Klavierabend hatte die Kulturgesellschaft am späten Sonntagnachmittag ins Haus Sandgathe eingeladen. Zwei Stunden lang zog Pianist Holger Blüder das Publikum in seinen Bann. „Auf dieses Konzert haben wir coronabedingt lange warten müssen“, sagte Kulturfachbereichsleiter Christoph Wessels in seiner Begrüßung. Standen im ersten Teil Werke von Scarlatti und Mozart auf dem Programm, widmete sich Holger Blüder im zweiten Teil den Komponisten Brahms und Schubert.

Detaillierte Informationen

Zu jedem Werk gab er detaillierte Informationen und führte in die Kompositionen ein. Waren die Sonaten im ersten Teil noch heiter und beschwingt, ging es nach der Pause emotionaler zu mit einem Intermezzo, einer Rhapsodie und dem Impromptus op. 90 von Franz Schubert.

Holger Blüder, Leiter der Schule für Musik im Kreis Warendorf, brachte mit der virtuosen Interpretation der Stücke einmal mehr seine hohe Professionalität zum Ausdruck. Von fröhlich und voller Schwung bis ernst und tragend wusste er alle Register seines Könnens zu ziehen. Sein konzentriertes Mienenspiel zeigte einmal mehr, wie sehr er in die Welt der Musik eingetaucht war und darin aufging. Sein „Tanz“ auf den Tasten war beeindruckend.

Das Publikum bewunderte die Virtuosität des Pianisten. Foto: Angelika Knöpker

Das Publikum ließ sich berühren und war hingerissen von dieser Leistung auf höchstem musikalischem Niveau. „Es war ein Genuss und Balsam für die oft im Alltagsstress geschundene Seele“, sagte ein Konzertbesucher. Ein anderer kommentierte es so: „Wenn man seine Vita kennt, weiß man, was einen erwartet.“ Und in der Tat: Mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, wurde Holger Blüder seinem herausragenden Ruf voll gerecht.

Worte können den Erfolg nicht besser beschreiben als der nicht enden wollende Beifall am Schluss, den Holger Blüder mit zwei Zugaben belohnte. Ganz besonders freute er sich über den Besuch seiner Professorin und deren Mann, die eigens aus Düsseldorf angereist waren. „Ohne sie hätte es das Konzert heute nicht gegeben“, sagte Blüder.

Christoph Wessels dankte dem Pianisten mit einem guten Tropfen im Namen der Kulturgesellschaft und versprach eine Neuauflage.

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