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Richtfest an Fritz-Winter-Gesamtschule

Baustelle immer „im Fluss“

Ahlen

Ein Richtfest in coronabedingt kleinem Rahmen galt jetzt dem neuen Anbau der Fritz-Winter-Gesamtschule. Der bringt räumliche Entspannung.

Von Ralf Steinhorst

Zeigten sich mit dem bisherigen Bauverlauf zufrieden: Bauleiter Alexander Osthues und Architekt Heiko Kampherbeek (v.l.) sowie Bürgermeister Dr. Alexander Berger und Schulleiter Alois Brinkkötter (v.r.). Foto: Ralf Steinhorst

Der nächste Streckenabschnitt wäre geschafft, am Montag wurde das Richtfest vom Neubau der Fritz-Winter-Gesamtschule gefeiert. Genau 209 Tage nach dem Spatenstich am 4. Mai brachte Zimmerergeselle Christian Splett von der Stadt Ahlen seinen Richtspruch aus und bat damit um Gottes Segen.

„Wir sind voll im Zeit- und Kostenrahmen“, stellte Bürgermeister Dr. Alexander Berger bei der Feier fest, die in kleinem Rahmen mit allen am Bau Beteiligten, den Schulvertretern und einigen Ratsmitgliedern stattfand. Berger dankte den Firmen für die gute Arbeit, aber auch der Schule, für die die Bauphase eine große Belastung sei. Sie erwarte der Fertigstellung im Oktober sicher sehnlichst. Ein Dank galt aber auch dem Bund mit seinem Programm „Gute Schule“, das die Förderkulisse des 4,55 Millionen teuren Projekts bildet: „Es ist eine wichtige Investition in die Entwicklung unserer Schullandschaft.“

Lernen der Zukunft

Dass die Gesamtschule die Schule der Zukunft sei, davon ging Schulleiter Alois Brinkkötter aus. Das Lernen der Zukunft gebe auch die Architektur des Neubaus wieder, in dem fünfter und sechster Jahrgang lernen werden. „In der Schule wird heute stark projektorientiert gearbeitet, das ist anders als früher“, betonte der Schulleiter. Darauf sei auch die Architektur ausgerichtet, jedem Klassenraum ist ein Differenzierungsraum zugeordnet: „Die Schüler haben hier viel Bewegungsfläche.“ Dass anstatt der damaligen vier Klassenräume zukünftig acht zur Verfügung stehen, entspannt die Situation. Auch wenn sich Alois Brinkkötter einen noch größeren Bau gewünscht hätte.

Ein Prost auf den Neubau: Zimmerergeselle Christian Splett erbat mit dem Richtspruch Gottes Segen. Foto: Ralf Steinhorst

Architekt Heiko Kampherbeek von „Heimspiel Architekten“ in Münster zeichnete noch einmal die Entstehung und die Idee des Neubaus nach. So seien die Klassenräume windmühlenartig um das Atrium angeordnet worden, das viel Licht in das Gebäude leitet. „Ich glaube, es ist ein insgesamt gelungenes Projektteam“, lobte der Architekt die gute Zusammenarbeit. Gerade weil auch viele heimische Unternehmen beteiligt sind – aus Ahlen das Bauunternehmen Otto De Vries, Sanitär Rings und Elektro Benning-Bröckelmann –, stecke viel Herzblut drin. Bauleiter Alexander Osthues wies darauf hin, dass das Bauen in Sichtbetonbauweise eine große Herausforderung gewesen sei. Und hinzu kamen die in dieser Zeit üblichen Lieferschwierigkeiten: „Trotzdem hatten wir die Baustelle permanent im Fluss.“ Das Dach sei jetzt dicht, bis zum Ende des Jahres soll das Gebäude wetterfest sein.

Dann stieg Zimmerergeselle Christian Splett auf das Dach und verkündete den Richtspruch: „So ist der Zweck von diesem Bau, ein jeder weiß es ganz genau, den Kindern sehr viel beizubringen, sei’s schreiben, rechnen, lesen, singen.“

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