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Statistisches Landesamt führt wieder Mikrozensus durch

Befragungen in 34 Bezirken in Ahlen

Ahlen

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 bundesweit jährlich durchgeführte Haushaltsbefragung und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen. Wie diese Antworten ausfallen hängt auch von den Ahlenerinnen und Ahlenern ab, die zur Haushaltsbefragung aufgerufen sind.

-sat-

Die Befragungen finden pandemiebedingt dieses Mal telefonisch statt. Foto:

Auch in diesem Jahr werden im Rahmen des Mikrozensus laut dem statistischen Landesamt IT.NRW wieder rund 80 000 Privathaushalte in Nordrhein-Westfalen befragt. Auch in Ahlen werden Interviewerinnen und Interviewer im Einsatz sein – von Januar bis Dezember in insgesamt 34 Auswahlbezirken. Wobei, so die Statistiker in einer Pressemitteilung, die durchschnittliche Zahl je Auswahlbezirk bei etwa acht Haushalten liege. Pandemiebedingt finden die Befragungen diesmal nicht persönlich, sondern telefonisch statt.

Der Mikrozensus ist eine seit 1957 bundesweit jährlich durchgeführte Haushaltsbefragung und gibt Antworten auf von Politik, Wissenschaft und Medien häufig gestellte Fragen: Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in Nordrhein-Westfalen? Wie ist die Bildungs- und Erwerbssituation der Bevölkerung? Wie viele Familien mit Kindern gibt es in NRW? Wie viele Menschen haben einen Migrationshintergrund?

Die Befragungen der Haushalte sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt. Im Januar sind die Interviewer in Ahlen zunächst in zwei Auswahlbezirken aktiv.

Strikte Verschwiegenheit

Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind diese zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.

Neben der Auskunftserteilung an die sorgfältig ausgewählten und intensiv geschulten Interviewer können die Haushalte aber auch online antworten oder einen Papierfragebogen ausfüllen und an das Statistische Landesamt schicken.

Für den überwiegenden Teil der Fragen, so IT.NRW, bestehe nach dem Mikrozensusgesetz eine Auskunftspflicht. Erfragt werden beispielsweise persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit.

Seit dem Jahr 2021 sind neben den Fragen zur europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) auch Fragen zur europäische Erhebung „Haushalte in der Informationsgesellschaft“ (IKT) als Unterstichprobe im Mikrozensus integriert.

Mathematisches Zufallsverfahren

Der Mikrozensus wird jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Es handele sich um eine sogenannte Flächenstichprobe, erklären die Statistiker: Das heißt, es werden Straßenzüge beziehungsweise Gebäude nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt.

Haushalte, die in diesen „ausgelosten” Gebäuden wohnen, werden innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Kalenderjahren bis zu viermal zum Mikrozensus befragt.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies sei dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisteten, heißt es in der Pressemitteilung. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten könnten Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.

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