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Evangelische Kirchengemeinde

Berufliche Wurzeln schlagen

Ahlen

Ein freudiger Tag für Cornelia Schütter. Sie wurde jetzt offiziell in ihre Pfarrstelle eingeführt.

Ralf Steinhorst

Pfarrerin Cornelia Schütter wurde im Kreise der Pfarrer und Presbyter in die Evangelischen Kirchengemeinde eingeführt. Den feierlichen Akt nahm Superintendentin Kerstin Goldbeck (3.v.r) vor. Foto: Ralf Steinhorst

Jetzt ist sie offiziell im Amt: Cornelia Schütter wurde am Sonntag von Kerstin Goldbeck, Superintendentin des Kirchenkreieses Hamm, als Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen eingeführt. Damit geht der jahrelange Entsendungsdienst für sie zu Ende und sie kann Wurzeln schlagen.

„Zweiter Advent, Nikolaustag und die Einführung von Pfarrerin Cornelia Schütter – das sind gleich drei Gründe, mit Freude in diesen Gottesdienst zu kommen“, begrüßte Pfarrer Markus Möhl die nur wenigen Gottesdienstteilnehmer. Denn die Corona-Pandemie hatte nur eine reduzierte Anzahl von Besuchern zugelassen. Unter ihnen die Familienangehörigen von Cornelia Schütter, einige Pfarrer der Gemeinde sowie die Presbyter.

Sieben Jahre Entsendungsdienst

Seit 2013 war Pfarrerin Cornelia Schütter im Kirchenkreis Hamm im Entsendedienst tätig gewesen, davon auch eine Zeit lang in der Evangelischen Kirchengemeinde Ahlen. Am 19. November wurde sie im Presbyterium gewählt, anschließend durch den Kirchenkreis bestätigt. Seit dem 1. Dezember ist die gebürtige Bielefelderin mit einer halben Pfarrstelle in ihrer neuen Gemeinde tätig.

Superintendentin Kerstin Goldbeck führte die neue Pfarrerin mit dem Verlesen der Urkunde ein. Sie bedauerte, dass die Einführung nicht so gefeiert werden könne, wie der Anlass das geboten hätte, aber man feiere sie immerhin. „Du hast einmal Kunstgeschichte studiert und bist dennoch Pfarrerin geworden“, blickte die Leiterin des Kirchenkreises zurück. Dabei seien insbesondere die letzten Jahre im Entsendedienst nicht einfach gewesen, aber Cornelia Schütter habe diese schwierigen Situationen gemeistert.

In ihrer Predigt zeigte sich Pfarrerin Cornelia Schütte sichtlich erleichtert, nun nicht mehr von Gemeinde zu Gemeinde ziehen müssen. Diese Zeit habe sieben Jahre betragen, in der sie viel Geduld habe aufbringen müssen, sich immer wieder neu einleben zu müssen. Dabei habe sie eines gelernt: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.“ Damit zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort, das besagt, alles brauche seine Zeit. Durchzuatmen helfe, das könne sie als Empfehlung weitergeben, gerade in einer Zeit, wo bei vielen Menschen die Geduld aufgebraucht scheine.

Pfarrdienst auf Lebenszeit

„Ich bin nun berufen in den Pfarrdienst auf Lebenszeit“, freute sich Cornelia Schütter, nun auch beruflich ein feste Zuhause zu haben. Diese Freude teilte auch Pfarrerin Dorothea Helling, die als Vorsitzende des Presbyteriums willkommen hieß.

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