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Briefwahlbüro im Rathaus geöffnet

Bewegung an der Urne

Ahlen

Einer geht, einer kommt: Der Start des Briefwahlbüros im Ahlener Rathaus läuft am kurzen Verwaltungsmittwoch flüssig. Bis zum Mittag schauen über 80 Bürger persönlich vorbei. Über 6000 haben bis dahin schon online geordert.

Von Ulrich Gösmann

Sie hat sich entschieden. Am kurzen Verwaltungsmittwoch schauen über 80 Bürger bis zum Mittag ins Briefwahlbüro des Rathauses. Foto: Ulrich Gösmann

Der Teppich liegt – und erinnert daran, dass auch im Briefwahlbüro der Stadt Ahlen Mindestabstand einzuhalten ist. Was zum Start am Mittwochmorgen nicht schwer fällt. „Es läuft, aber plätschert dahin“, bilanziert Büroleiter Carsten Rheker und nennt nach zwei Stunden rund 60 Besuche.

Eine ganz andere Zahl macht zur gleichen Zeit Sachbearbeiterin Silke Fischer in ihrem Büro eine Etage tiefer rund: Die 6000er-Hürde ist um 10.24 Uhr übersprungen. Das sind 1800 Antragseingänge mehr als noch vor zwei Tagen zur gleichen Stunde. Am Mittag sind es in Summe sogar schon 6400. Das Einscannen der Strichcodes geht inzwischen schneller von der Hand. Deutlich weniger Karten ohne Unterschrift erreichen das Rathaus. „Das muss wohl an dem Zeitungsbericht liegen“, mutmaßt Fischer. Nur gut: Lästiges Zurückschicken und Neuanfordern entfällt.

Der Wochenmarkteffekt scheint zum Auftakt noch nicht zu greifen. Jener, mit Obst und Gemüse einen Abstecher in den Sitzungssaal II zu machen. Und dennoch läuft‘s, als hätten sich alle abgesprochen. Kaum, dass einer den Raum verlassen hat, tritt der nächste ein. Dass der erste Besucher schon vor 8.30 Uhr auf Einlass wartet – das nur eine Randnotiz.

Ein freundlicher Hinweis auf die Wahlkabine und dann kann auch schon gewählt werden. Foto: Ulrich Gösmann

Nicht für alle wird der Gang zum Briefwahlbüro der des kurzen Weges. Ein Neu-Ahlener hat sich am Morgen im Bürgerservice angemeldet, geht dann rauf ins Briefwahlbüro, um dann noch einmal heruntergebeten zu werden für die Neuaufnahme ins Wählerverzeichnis. Eine Ur-Ahlenerin könnte es einfacher haben und gleich das Kreuz an Ort und Stelle machen. Doch das mache sie lieber in aller Ruhe zu Hause. Sie wolle doch erst mal schauen, wer denn da alles zur Wahl stehe. Eine betagte Rentnerin ist in wenigen Minuten durch. Sie wisse doch, was sie wähle, lässt sie augenzwinkernd wissen und ist auch schon wieder verschwunden.

Briefwähler aus den Wahlbezirken 5 und 6 sollten sich nicht über einen kleinen Buchstaben auf ihrem Stimmzettel wundern. Das Bundesamt für Statistik bekommt das ganze Paket zur Auswertung – selbstredend ohne Rückschluss auf die Person – nach dem 26. September zugestellt. Schneller ist die Forschungsgruppe Wahlen am Ball. Zwei Mitarbeiter positionieren sich am Wahlsonntag vor dem Städtischen Gymnasium und befragten Wählerinnen und Wähler des Bezirks 12 für die erste Hochrechnung um punkt 18 Uhr im Zweiten.

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