Neue Senioren-WG in Dolberg

Bewohner in ihrer Lebensführung völlig frei

Dolberg

Die neue Wohneinrichtung Lambertus hat ihren Betrieb aufgenommen. Hier leben Senioren in einer WG.

Peter Schniederjürgen

Ulrike Brüseke (l.) zeigte Käthe und Siegfried Manske ein Musterzimmer in der neuen Senioren-WG Lambertus, die insgesamt über zwölf Plätze verfügt. Foto: Peter Schniederjürgen

„Wohnen am Thuliberh, das Jung und Alt verbindet“ ist das Motto der neuen Senioren-WG Lambertus an der Twieluchtstraße. Die nahm am gestrigen Montag offiziell ihren Betrieb auf und hatte zuvor am Freitag noch einmal zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Die ambulant betreute Wohngemeinschaft beherbergt Senioren als Mieter, die sich nach individuellen Bedarfen Leistungen dazubuchen können.

„Das ist enorm wichtig, dass wir damit nun auch in Dolberg eine Senioreneinrichtung haben, deren Möglichkeiten ausstrahlen“, freute sich Ulla Woltering, Fachbereichsleiterin für Soziales bei der Stadt Ahlen, bei der Besichtigung der neuen Anlage. Dabei folgt diese WG einem anderen Konzept als andere Häuser. Hier sind die Bewohner nach persönlichen Möglichkeiten aktiv in die täglichen Abläufe eingebunden. So wird die Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit gefördert und erhalten. „Dazu erlaubt die familiäre Atmosphäre gerade demenzkranken Mietern, in ihrem gewohnten persönlichen Rhythmus zu leben“, erklärt Hausmanagerin Bettina Czischke. Ihr ist es wichtig, dass die Menschen in ihrer Lebensführung völlig frei sind.

Das Haus verfügt über ein Dutzend Apartments mit ei­genem Badezimmer. Die komplett barrierefreien Räume kann sich jeder Mieter nach seinem persönlichen Geschmack einrichten. Wie in WGs üblich zahlen die Bewohner in eine gemeinsame Haushaltskasse ein, von der die Einkäufe bestritten werden ein. Denn auch die Gestaltung der Speisepläne liegt in der Hand der Mieter. Dabei werden sie jedoch durch die Alltagsbegleiterinnen der Seniorenhilfe des Trägers SMMP (Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel) unterstützt.

Für die Ex-Dolberger und jetzt Wahl-Ahlener Käthe und Siegfried Manske ist das „Wohnen am Thuliberh“ eine sehr interessante Möglichkeit, in die „alte“ Heimat zurückzukehren. „Wir lebten lange in Dolberg, bis wir eine seniorengerechte Wohnung benötigten“, berichtete Siegfried Manske. Nun biete dieses neue Haus optimale Voraussetzungen, um wieder in den südlichsten Stadtteil Ahlens zu ziehen, an dem noch immer das Herz des Ehepaares hängt. Ulrike Brüseke vom Team der Seniorenhilfe zeigte den angehenden Mietern anhand eines Musterzimmers, wie ihr zukünftiges Zuhause aussehen könnte.

Hausmanagerin Bettina Czischke freut sich auf weitere Bewerbungen von Pflegehilfs- und Betreuungskräften. „Wer Lust hat, zu uns ins Team zu kommen kann sich unter Telefon 01 70/ 1 41 11 12 bei mir melden“, bietet sie an.

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