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Dorothee Feller zu Gast im Phänomexx

Binärsystem wird begreifbar

Ahlen

Regierungspräsidentin Dorothee Feller ist Schirmherrin des Schülerlabors Phänomexx. Bei ihrem Besuch informierte sie sich nicht nur über das neue Programm. Sie machte auch auf ein besonderes Problem aufmerksam.

Von Peter Schniederjürgen

Anna Weber, Roland Klein, Dorothee Feller, Bernd Kemper, Reinhardt Böhm und Lutz Henke (v.l.) blickten gemeinsam auf das neue Projekt im Schülerlabor Phänomexx. Foto: Peter Schniederjürgen

Mal Hand aufs Herz, wer hat das binäre Zahlensystem jemals verstanden? Dorothee Feller, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Münster und Schirmherrin des Schülerlabors Phänomexx, erfuhr bei ihrem Besuch am Freitag jede Menge über diesen Grundbegriff der Informatik. Dorothee Feller informierte sich über das Phänomexx-Programm für das kommende Schuljahr.

„Das Thema wird die Informatik sein“, sagte Reinhardt Böhm, Vorsitzender des Phänomexx. Die Informatik basiert auf den Zahlen 1 und 0, was so viel wie An und Aus bedeutet. Natürlich hat das Labor dazu wieder spannende Experimente entwickelt. Die vermitteln Schülern buchstäblich begreifbares Wissen über das abstrakte Thema.

Von Grundlagen bis Robotik

„Wir gliedern das in vier Bereiche“, führte die didaktische Leiterin Anna Weber aus. Es gehe um die mathematischen Grundlagen, die Hard- und Software, die Bildschirmdarstellung und die Robotik. So befassen sich Experimente mit Bits und Bytes, Algorithmen, Datenübertragungen, Pixeln und Kontexten zu Robotern.

Reinhardt Böhm gab auch einen Rückblick auf die Aktivitäten in der Pandemie. „Besonders stolz sind wir auf den erfolgreichen Wettbewerb in Chemie und Physik“, erklärte er. Die Zeit ohne Präsenzunterricht sei eine Herausforderung gewesen.

Kinder sind ausgestiegen

Das Stichwort für Dorothee Feller. Sie berichtete von der Schwierigkeit, Schüler wieder in den Unterricht zurückzuholen. „Tatsächlich sind in Zeiten des Onlineunterrichts Kinder leider nicht selten buchstäblich ausgestiegen“, hat die Regierungspräsidentin erfahren. „Einige davon haben nicht zum Präsenzunterricht zurückgefunden, die müssen wir sehr bedachtsam wieder heranführen“, nannte sie eine der besonderen Nach-Corona-Aufgaben im Gespräch mit Lutz Henke, Strukturförderer bei der Stadt und Vorstandsmitglied des Labors.

Begeistert zeigte sich von dem neuen Phänomexx-Projekt Bernd Kemper. Für den Geschäftsführer des Verbands Münsterländischer Metallindustrieller ist das ein ganz wichtiger Baustein, um das Interesse an technischen Berufen zu fördern. „Und wir haben einen enormen Mangel an Nachwuchskräften“, bedauerte Kemper. Beeindruckt war auch Roland Klein vom Phänomexx-Sponsor Sparkasse Münsterland Ost.

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