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In den Außenbereichen

Biozid-Offensive gegen Raupenplage

Ahlen

Was auf einer Versuchsstrecke wirkte, soll jetzt auch auf Fläche in den Außenbereichen Ahlens zum Einsatz kommen: Biozid gegen den Eichenprozessionsspinner.

Ulrich Gösmann

Nicht länger nur Handarbeit: Im nächsten Jahr setzen die Ahlener Umweltbetreibe in den Außenbereichen Biozid gegen den Eichenprozessionsspinner ein. Foto: Ulrich Gösmann

Besser hätte es kaum laufen können: „100 Prozent Erfolgsquote“ setzt Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, hinter den Biozideinsatz gegen den Eichenprozessionsspinner im Sommer auf einer Versuchsstrecke in freiem Feld. Jetzt kommt das Mittel auch großflächig zum Einsatz.

„Wir erwarten einen deutlich geringeren Aufwand als bei händischem Vorgehen“, warb Reminghorst im Betriebsausschuss für eine Anpassung des Konzepts, das im Vorjahr beschlossen worden war. Im Update enthalten ist auch eine feste Planstelle zur Unterstützung der Baumpflegetruppe, um kurzfristig an Brennpunkten einzugreifen.

Das Biozid soll ausschließlich in den Außenbereichen eingesetzt werden, im innerstädtischen Bereich durch autorisierte Firmen, die sich über eine Ausschreibung bewerben. Für akute Maßnahmen etwa auf Spielplätzen und Schulhöfen setzen die Umweltbetriebe dann auf ihre Baumpflegetruppe, die im Fall des Falles schnell abgezogen werden und reagieren könne.

Bernd Meiwes

Heinrich Artmann (FWG) fand‘s „positiv, dass wir jetzt mehr auf Biozid gehen“. Wenn auch verspätet. Bernd Meiwes (SPD) kündigte für sich Enthaltung an: „Der Einsatz ist für mich nicht vertretbar, weil wir alle nicht wissen, was Biozid langfristig für Folgen hat.“ Ralf Marciniak (CDU) lobte die Versuchsstrecke als „richtigen Schritt“. Zustimmung auch für die Planstelle.

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, ging auf die Bedenken von Bernd Meiwes ein: „Ihre Befürchtungen kann ich voll und ganz verstehen. Das ist ein ständiger Prozess, den wir beobachten werden.“ Und – zur Beruhigung: „Wir wollen nicht den Deubel mit dem Beelzebub austreiben.“

Der Ausschuss stimmte der Fortschreibung des Konzepts zu – bei Enthaltungen von Bernd Meiwes und auch Grünen-Vertreter Heinrich Wonnemann.

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