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Gegen den Eichenprozessionsspinner

Biozid-Teststrecke in der Feldflur

Ahlen

Die Feldflur als Teststrecke: Die Ahlener Umweltbetriebe sammeln mit dem Biozid-Einsatz eigene Erfahrungen im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner.

Ulrich Gösmann

Die schnelle Eingreiftruppe Foto: Ulrich Gösmann

Saugen oder sprühen? Antworten im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner erhoffen sich die Ahlener Umweltbetriebe jetzt von einer Biozid-Teststrecke in der Feldflur. Der Versuch läuft.

Die CDU-Fraktion hatte es mit ihrem Antrag zur Aufnahme des Themas auf die Tagesordnung des Betriebsausschusses dringlich gemacht. Für ein schnelles Umschwenken auf den von der Union favorisierten Biozid-Einsatz kam die Offensive allerdings zu spät. Der Prozessionsspinner ist bereits auf Wanderung. Das Zeitfenster für die Biozid-Wirkung in einem frühen Stadium knapp.

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, erinnerte daran, dass die Sauger-Offensive mit der Einstellung eines Zwei-Mann-Teams im Vorjahr einstimmiger politischer Beschluss gewesen sei. Unabhängig davon werde gerade an einem Wirtschaftsweg die Effektivität eines alternativen Biozideinsatzes getestet. Döding: „Wir werden das jetzt weiter beobachten.“ Die Ergebnisse würden dann über eine Beschlussvorlage in den Betriebsausschuss kommen.

Hubertus Beier

„Für einen Biozid-Einsatz ist es jetzt eh zu spät“, attestierte Hubertus Beier (CDU). Bernd Meiwes (SPD) lag der Link, der dem Antrag beigefügt war, quer: „Wir diskutieren hier über eine Werbemail.“ Aus der Presse habe er erfahren, dass in Walstedde ganz einfach Schafwolle um Eichenstämme gewickelt worden sei. „Da kommen die Tiere dann nicht mehr drüber hinweg.“ Vielleicht sei auch das eine Alternative. Und eine Teststrecke wert...

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