Bauarbeiten an der Schützenstraße

Bis Jahresende soll alles fertig sein

Ahlen

Bereits seit April wird an der Schützenstraße gebaggert und gebaut. Jetzt geht es in die zweite Runde: Kommende Woche wird der Abschnitt zwischen Bergstraße und Ostberg asphaltiert. Im übrigen Teil geht der Kanalbau weiter.

Christian Wolff

Die Gesamtmaßnahme an der Schützenstraße stellten Andreas Mentz (Stadtbaurat), Robert Reminghorst (Umweltbetriebe), Dieter Sievers (Bauleiter) und Torsten Havers (Firma Altefrohne) vor. Kosten: rund 860 000 Euro. Foto: Christian Wolff

Wer die Schützenstraße aus dem Verkehrsalltag kennt, weiß um die vielen Fahrzeuge, die hier in der Regel parken. Stadtbaurat Andreas Mentz nennt es „hohen Verkehrsdruck“, als er am Mittwochvormittag gemeinsam mit Vertretern der Umweltbetriebe und der ausführenden Firma die Baumaßnahme vorstellte.

Angesichts der vielen Pkw, die sich seit April dieses Jahres alternative Stellplätze suchen müssen, sei es zwischen Bergstraße und Oststraße bislang erstaunlich reibungslos abgelaufen, so Mentz. Dazu beigetragen habe sicherlich auch der Notparkplatz, der neben den „Warsteiner Stuben“ eingerichtet wurde.

Anlass für die Bauarbeiten war die marode Kanalisation. „Das Leitungssystem stammte noch aus dem Jahr 1964 oder davor“, erklärte Bauleiter Dieter Sievers beim Ortstermin. An einigen Stellen, ergänzte Andreas Mentz, seien die Rohne bereits eingebrochen gewesen. Akuter Handlungsbedarf also.

Bereits fertiggestellt ist die Kreuzung mit der Bergstraße. „Sie ist der tiefste Punkt. Die Kanäle aus Nord und Süd laufen hier zusammen“, erklärt Robert Reminghorst, stellvertretender Leiter der Ahlener Umweltbetriebe. Ebenfalls kurz vor der Fertigstellung ist der Abschnitt zwischen Bergstraße und Ostberg. „Vielleicht schon am Freitag, spätestens am Montag wird das Stück mit einer neuen Asphaltdecke versehen.“

Der zweite Bauabschnitt sieht auch für den übrigen Teil der Schützenstraße eine neue Kanalisation vor. Noch gesunde Bäume werden dabei erhalten, betont der Stadtbaurat, wobei abgängige Baumscheiben und Beete bewusst beseitigt werden, um besagten Parkdruck zu verringern. „Das Schrägparken, das im südlichen Bereich seit langem praktiziert wurde, aber offiziell gar nicht vorgesehen war, wollen wir nun zur gelebten Realität machen“, sagt Mentz. „Vor Jahrzehnten, als diese Siedlung gebaut wurde, gab es mal den Plan, dass hinter den Häusern Parkräume geschaffen werden.“ Das sei aber nie umgesetzt worden und mit der Privatisierung der Gebäude nun gar nicht mehr möglich. Darauf habe die Stadt bei den aktuellen Plänen reagiert.

Gleichzeitig wird das letzte Teilstück bis zum Spielplatz zwischen Autohaus Funke und dem Zechenbahnradweg, das bislang noch nicht über einen Gehweg verfügte, ausgebaut. Die Straßenbreite beträgt danach 5,50 Meter, während der Gehweg zwei Meter breit wird.

Bisher wurden 320 000 Euro für den ersten Bauabschnitt ausgegeben. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme, die rund 860 000 Euro kostet, soll laut Torsten Havers von der Firma Altefrohne bis Jahresende erfolgen.

Dieser Straßenabschnitt wird in Kürze asphaltiert. Foto: Christian Wolff

In diesem Zusammenhang wurde und wird allerhand von Mensch und Maschine bewegt: Rund 500 Meter Steinzeugrohre und 504 Meter Stahlbetonrohre, 19 Schachtbauwerke sowie 225 Meter Bord- und Randsteine werden erneuert, etwa 1750 Quadratmeter mineralischer Tragschicht werden erstellt, etwa 2590 Quadratmeter Asphalt werden aufgebrochen und verwertet, etwa 2590 Quadratmeter Asphalt wird erneuert, etwa 360 Quadratmeter Pflasterfläche wird erstellt.

Dieter Sievers
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