KAB-Gemeindegruppen

Bleibt am Ende nur die Fusion?

Ahlen

Die fünf Ahlener Gruppen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung kämpfen zurzeit gegen Probleme, die viele Vereine treffen: Mitgliederschwund und Nachwuchsmangel. Deswegen diskutieren die Mitglieder auch eine mögliche Fusion.

Dierk Hartleb

Wolfgang Funke, KAB-Stadtverbandsvorsitzender. (r.), hier bei einem früheren Termin mit Bernhard Daldrup (SPD, l.) Foto: rpd

Als Wolfgang Funke den KAB-Stadtverband vor neun Jahren übernommen hat, brachten es die fünf Ahlener Gruppen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung noch auf gut 800 Mitglieder. Heute sind es nur noch 437. „Wir müssen etwas tun“, ist deshalb für ihn sonnenklar.

Nur was? Darüber wird derzeit bei den KAB-Gruppen St. Michael, St. Elisabeth, St. Josef, St. Ludgeri und St. Antonius in Vorhelm diskutiert. Eine Möglichkeit wäre die Fusion. Doch darüber beschließen müssen die Gruppen selbst. „Ich habe als Stadtverbandsvorsitzender keine Weisungsbefugnis“, stellt Wolfgang Funke klar. Am morgigen Samstag trifft sich die KAB St. Josef zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Dabei geht es hinter verschlossenen Türen um das bevorstehende 100-jährige Jubiläum 2021 und die Frage, wie sich die Mitglieder die künftige Arbeit vorstellen.

„Wir wollen uns für den Diskussionsprozess Zeit lassen“, unterstreicht Wolfgang Funke im Gespräch. Mit Schnellschüssen sei niemandem gedient. Nach den Sommerferien will sich der Stadtverband einen Überblick über die Meinungsbildung in den einzelnen KAB-Gruppen verschaffen, mit der Entscheidung wolle man sich aber noch bis 2020 Zeit lassen.

Bislang hat sich Wolfgang Funke, der selbst neben seiner Tätigkeit als Stadtverbandsvorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Bezirksverband Hamm-Münster-Warendorf noch als Kassierer in der KAB St. Elisabeth und St. Ludgeri tätig ist, vergeblich gegen den Mitgliederschwund gestemmt: „Dabei ist die Mitgliedschaft in der KAB durchaus attraktiv, weil der Mitgliedsbeitrag auch einen Arbeitsrechtsschutz einschließt.“ Neben dem Mitgliederrückgang beklagt der Stadtverbandsvorsitzende die schwindende Bereitschaft, sich für eine Führungsposition zur Verfügung zu stellen.

Hoffnungsvoll richtet Funke seinen Blick auf eine angekündigte Kampagne, mit der der Bundesverband die Mitgliederwerbung vor Ort unterstützen will.

Startseite