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Finanzausschuss diskutiert über Bürgerforum

Bröer: Zuschussbedarf wird steigen

Ahlen

Eine stärkere Einbindung von Volkshochschule und Stadtbücherei in das Nutzungskonzept für das Bürgerforum wünscht die SPD. In der Sitzung des Finanzausschusses setzten sich die Sozialdemokraten mit ihrem Antrag durch.

Dierk Hartleb

Volkshochschule Foto:

Ganz so einvernehmlich wie gedacht verlief die Diskussion, die sich am Dienstag in der Sitzung des Finanz- und Personalausschusses bei der Beratung der Markt- und Bedarfsanalyse für das geplante Bürgerforum entwickelte, doch nicht. Während die SPD in dem von Florian Schmeing (Zentrales Gebäudemanagement) und Stadthallen-Geschäftsführer Andreas Bockholt vorgelegten Nutzungskonzept die Berücksichtigung von Volkshochschule und Stadtbücherei sowie des Landesförderprogramms „Dritte Orte“ vermisste, kritisierten FDP und FWG die vorgesehene Vollküche als eine unangemessene Konkurrenz zur örtlichen Gastronomie.

Schmeing beschränkte sich in seiner Vorstellung des Nutzungskonzeptes darauf, zu verdeutlichen, dass die Verteuerung lediglich mit sieben statt mit acht Millionen Euro zu veranschlagen sei. Der Vorschlag, die Raumprobleme der VHS mit der Herrichtung von fünf Unterrichtsräumen sowie Kinderbetreuung zu lösen, war dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Richter dennoch zu wenig, zumal ihm auch eine Lösung für die VHS-Räume am Stephansweg in der ehemaligen Paul-Gerhardt-Schule vorschwebte. Auch das Thema „Dritte Orte“ sei mit dem vorgesehenen Non-Profit-Raum im Gebäude des Bürgerforums auch in Hinblick auf eine mögliche Förderung noch ausbaufähig.

Enthaltung von der CDU

Richters Antrag, die Beschlussvorlage für die Ausschreibung des Teilnahmewettbewerbs optional zu erweitern, fand eine Mehrheit, weil sich die CDU-Fraktion, die sich zuvor noch in Person von Barbara Buschkamp vehement gegen jede Änderung ausgesprochen hatte, nach Ankündigung durch Ralf Marciniak enthielt. Damit war zugleich der Antrag von Norbert Fleischer (FDP), über das Bürgerforum und die Großküche (laut Definition eine Küche, die täglich 200 Essen herstellt) getrennt abzustimmen, in der Sitzung gegenstandslos.

„Wir haben Probleme mit der Vollküche“, betonte der stellvertretende FDP-Fraktionschef. Selbstverständlich wolle man am Restaurant und dem Mittagstisch festhalten. Christoph Aulbur (CDU) hielt dagegen: Er sehe nicht, welcher heimische Caterer bis zu 1000 Essen liefern könne. Marciniak ergänzte: „Wenn ich in der Stadthalle feiern will, wünsche ich mir einen Service aus erster Hand, aber nicht verschiedene Ansprechpartner.“

Kritik an grundsätzlicher Planung

Zuvor hatte sich FWG-Chef Heinrich Artmann grundsätzlich gegen die Planung gewandt. Warum Ahlen eine Halle in dieser Größenordnung für 1000 Besucher überhaupt vorhalten solle, frage er sich. „Ich sehe nicht, dass wir die Bürger mitgenommen haben“, fasste Artmann seine Kritik zusammen. Für die Grünen argumentierte Dieter Bröer, dass hier über das falsche Thema gestritten werde. Der Zuschussbedarf werde mit oder ohne Großküche deutlich auf womöglich zwei Millionen Euro steigen.

Ohne die Großküche sei das Finanzierungskonzept nicht haltbar, argumentierte Florian Schmeing. Die Stadthalle erwirtschafte 70 Prozent ihrer Einnahmen durch die Ga­stronomie. Der Schlussakt folgt heute im Rat.

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