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Städtisches Gymnasium

Bündelung von Schulwechslern

Ahlen

Das Städtische Gymnasium wird ebenso wie das Laurentianum in Warendorf Bündelungsschule für den Kreis Warendorf. Eine Maßnahme, die durch die Rückkehr zu G9 notwendig wird.

Das Städtische Gymnasium wird Bündelungsschule. Es gibt Schulwechslern und Wiederholern die Möglichkeit, trotz der G9-Rückkehr ihre Schullaufbahn am Gymnasium fortzusetzen. Foto: Städtisches Gymnasium

Das Städtische Gymnasium Ahlen wird im Zuge der Rückkehr zu G9 sogenannte Bündelungsschule für den Kreis Warendorf (neben dem Laurentianum in Warendorf). Sie soll im Schuljahr 2023/24 Schülerinnen und Schüler in die Einführungsphase (EF) der gymnasialen Oberstufe aufnehmen und in den Folgejahren zum Abitur führen – darunter Wechsler aus anderen Schulformen und Wiederholer des Jahrgangs.

Das NRW-Ministerium für Schule und Bildung hat jüngst für 31 Kreise und 22 kreisfreie Städte Bündelungsgymnasien benannt, mit Blick auf den Kreis Warendorf mit seiner großflächigen Ausdehnung derer zwei. Nach Ansicht von Schulministerin Yvonne Gebauer leisten die Bündelungsgymnasien „einen wichtigen Beitrag zur Sicherung individueller Bildungswege“.

Einführungsphase fällt weg

Wegen der Umstellung von G8 auf G9 gibt es an den NRW-Gymnasien 2023/24 in der gymnasialen Oberstufe keine Einführungsphase – und somit in den beiden darauffolgenden Schuljahren auch keine Qualifikationsphasen eins beziehungsweise zwei. Die Schüler des ersten G9-Jahrgangs werden in diesem Schuljahr erstmals ein zusätzliches Schuljahr in der Sekundarstufe I (Klasse zehn) absolvieren, so dass einmalig kein Jahrgang in die Einführungsphase der Oberstufe nachrückt.

Gleichwohl wird es aber Schüler aus anderen Schulformen und Wiederholer des letzten G8-Jahrgangs geben, die in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe eintreten möchten. Diese sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Schullaufbahn am Gymnasium fortzusetzen.

Herausfordernde Aufgabe

Meinolf Thiemann, Leiter des Städtischen Gymnasiums, hält diese Aufgabe für wichtig, „um Schülerinnen und Schülern im Kreisgebiet und in angrenzenden Regionen eine Möglichkeit zum Besuch eines Gymnasiums anbieten zu können. Insbesondere Schüler und Schülerinnen von Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen können hier den höchsten Schulabschluss des Landes NRW erwerben“. Weiter bezeichnet er die Aufgabe auch als herausfordernd, weil bei der Planung noch einige offene Fragen geklärt werden müssen. „Wir können nicht verlässlich sagen, wie viele Jugendliche zu uns kommen werden“, erläutert er. Im Kreis und den angrenzenden Regionen gebe es viele po­tenzielle Schulen, die Schülerinnen und Schüler schicken könnten.

Vier Kriterien ausschlaggebend

Bei der Wahl des „Städtischen“ als Bündelungsschule seien vier Kriterien ausschlaggebend gewesen, berichtet Meinolf Thiemann: die geografische Lage, die räumlichen Gegebenheiten sowie die Personalausstattung und das Konzept.

„Aktuell überlegen wir, welches Kursangebot wir für die spezielle Einführungsphase machen“, sagt Petra Weides, die Oberstufenkoordinatorin am Städtischen Gymnasium. In einem nächsten Schritt wolle man aktiv auf Schülerinnen und Schüler in der Region zugehen.

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