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Noch keine Entscheidung zur Erweiterung der Münsterteicher-Gesamtschule

CDU will nichts übers Knie brechen

Ahlen

Auf Antrag der CDU-Fraktion hat der Schul- und Kulturausschuss in seiner Sitzung am Montag den Beschluss über die Schaffung von Räumen für die Oberstufe für die Therese-Münsterteicher-Schule vertagt.

Von Dierk Hartleb

Um die ehemalige Bodelschwinghschule zu reaktivieren, ist zwar auch einiger Aufwand erforderlich, die Verwaltung hält dies aber dennoch Foto: Ulrich Gösmann

Der Zeitplan war auch der CDU-Fraktion zu ambitioniert. Im Eilverfahren wollte die Verwaltung den Rat beschließen lassen, die leerstehende ehemalige Bodelschwinghschule zu reaktivieren und für die Oberstufe der Therese-Münsterteicher-Gesamtschule (TMG) mit einem Aufwand von knapp zehn Millionen Euro umzubauen.

Als Petra Pähler-Paul (Bündnis 90 / Die Grünen) am Montag als Vorsitzende die Tagesordnung des Schul- und Kulturausschusses zur Abstimmung stellte, gingen umgehend die Hände von Stefan Meißner hoch, der beantragte, die Beschlussvorlage in eine Mitteilungsvorlage umzuwandeln. Zur Begründung führte Meißner aus, dass eine so weitreichende Entscheidung „für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen nicht innerhalb von drei Wochen“ übers Knie gebrochen werden sollte. Deshalb könne und wolle die CDU-Fraktion weder in dieser Sitzung noch am 13. Dezember im Rat eine Entscheidung treffen. Gleichwohl wolle man aber nicht die Planungen für den Bau der Oberstufe gefährden. Deshalb sollten die von der Summe angepassten Mittel mit Sperrvermerk in den Haushaltsplan eingestellt werden. Der bisherige Kostenansatz in Höhe von 8,15 Millionen sollte auf 9,8 Millionen Euro hoch gesetzt werden.

„Schulfachlich und wirtschaftlich sinnvollste Lösung“

Der Leiter des städtischen Gebäudemanagements, Florian Schmeing, stellte den Schulpolitikern die drei verwaltungsseitig vorgeschlagenen Varianten vor. Eine bloße Aufstockung des bestehenden Schulgebäudes wäre die günstigste Variante mit sechs Millionen Euro, die aber nicht die Raumprobleme der Schule befriedigend lösen könne und auch nicht den Ansprüchen an an einen modernen Schul- und Bildungsstandort gerecht werde. Ein Neubau für die Jahrgangsstufen 10 bis 13 wäre mit 15,4 Millionen Euro die teuerste Lösung und aufgrund der erforderlichen europaweiten Ausschreibung auch die am meisten zeitkritische. Weiterer Nachteil: die Inanspruchnahme von Freiflächen.

Die Verwaltung spricht sich klar für die Reaktivierung der Bodelschwingschule als die „schulfachlich und wirtschaftlich sinnvollste“ Variante aus. Anschließend ergriffen Schulleiterin Elisabeth Beier und ihr Vertreter Fabian Blech kurz das Wort und nannten ihre Anforderungen an das Raumprogramm. Für die SPD signalisierte Gabi Duhme ihre Zustimmung zu dem Vorgehen.

Stefan Meißner unterstrich, seine Fraktion lege Wert darauf, dass alle Beteiligten, zu denen er auch den Verein „Keiner geht verloren“, das Sportarchiv und die Verantwortlichen des Jugendtreffs zählte, zur nächsten Sitzung am 27. Januar eingeladen werde.

Wegen der zu erwartenden Auswirkungen auf die gesamte Schullandschaft sollten auch die anderen weiterführenden Schulen einbezogen werden, erklärte Petra Pähler-Paul.

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