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Planungen für Düppel-Gedenken

Dänen rechnen fest mit Besuch aus Ahlen

Ahlen / Sonderburg

2020 und 2021 war keine Abordnung aus Ahlen in Dänemark. Klappt es 2022? Die Planungen für das Gedenken auf den Düppeler Schanzen laufen.

Von Christian Wolff

Jens Peter Rasmussen steckt mitten in den Vorbereitungen für die deutsch-dänische Gedenkfeier auf den Düppeler Schanzen. Nach zweijähriger Abstinenz möchte er im April gerne wieder Soldaten und Zivilisten aus Ahlen in Sonderburg begrüßen. Foto: Christian Wolff

2020 und 2021 musste die gemeinsame Gedenkfeier von Dänen und Deutschen auf den Düppeler Schanzen coronabedingt abspecken. Weder Soldaten noch Zivilisten aus Ahlen konnten teilnehmen. Nun besteht auf beiden Seiten die Hoffnung, dass es 2022 ein Wiedersehen gibt.

Von Ahlener Seite gibt es derzeit noch kein offizielles „Go“, sagt Thomas Kras, Vorsitzender des Freundeskreises Ahlener Soldaten. „Wir wollen die Coronalage noch etwas verfolgen und dann eine Entscheidung treffen.“ Interessenbekundungen von Seiten der Mitglieder gebe es jedenfalls schon.

Auf dänischer Seite läuft die Vorbereitung für den 18. April planmäßig, sagt Organisator Jens Peter Rasmussen auf Anfrage unserer Zeitung. „In Sonderburg ist die Corona-Pandemie im Moment auf ihrem erwarteten Höhepunkt. Hier ist aktuell die Inzidenz um 1500 pro 100 000 Einwohner. Es werden aber schon jeden Tag weniger – und im März sollte das meiste vorbei sein.“ Viele Bürger haben, so Rasmussen, schon die dritte Impfung hinter sich, was die Zuversicht nährt, das Gedenken wieder in nahezu gewohnter Stärke stattfinden lassen zu können.

Vielseitiges Besuchsprogramm in Arbeit

„Wir erwarten die Ankunft der Teilnehmer aus Ahlen am 17. April nachmittags in der schon bekannten Schule in Tinglev“, sagt der langjährige Wegbegleiter des Freundeskreises. Speziell für sie sei ein vielfältiges Besuchsprogramm erstellt worden. So soll es zunächst ins Sögaard-Lager gehen, wo die Gruppe vom Kommandeur des Heimwehr-Distrikts, Oberstleutnant Claus Klaris empfangen wird. Danach seien ein Abendessen und ein Kameradschaftsabend mit den deutschen und dänischen Teilnehmern vorgesehen.

Höhepunkt der Reise werde wie immer am 18. April das Zusammenkommen auf den Düppeler Schanzen sein, wo im Krieg von 1864 auch Ahlener ihr Leben ließen. Rasmussen: „Die Ansprache wird in diesem Jahr vom neuen Kommandeur des Heimwehr-Landesteils West, Oberst Peter Fausing, gehalten. Wie immer spielt hier die Militärkapelle Schleswig-Musikkorps und es nehmen viele Ehrengäste aus Deutschland und Dänemark teil. Aus Kiel soll eine Delegation vom Landeskommando Schleswig-Holstein dabei sein.“ Für die geladenen Gäste folgt ein Empfang bei deftiger Gulaschsuppe in der Sporthochschule in Sonderburg.

Gedenken auf den Düppeler Schanzen 2018 Foto: Christian Wolff

„Der Nachmittag bietet für die Teilnehmer aus Ahlen einen Besuch im Museum in Sonderburger Schloss, wo wir besonders die Ausstellung ,1920 bis 2019‘ empfehlen, in der auch Düppel gezeigt wird“, verrät der Organisator. „Danach besuchen die deutschen Teilnehmer den ,Point of View‘ im 16. Stock des neuen Hotels Alsik.“ Und als kleine Überraschung werde die Ahlener Gruppe eingeladen, die Kaserne Sonderburg zu besuchen. Für die meisten war die Kaserne seit 2014 „Sperrbezirk. Darin ist unter anderem das Geschenk des Ahlener Künstlers Heinz-Dieter Pawelzik zu sehen. Ein dänisch-deutscher Gottesdienst in der Marien-Kirche schließt sich an. Gleich danach sind alle eingeladen, an einem Unterhaltungsabend teilzunehmen. Dort spielt die Militärkapelle und es singt der Große Chor aus Sonderburg. Am 19. April soll für die Gäste aus der Wersestadt dann die Rückreise anstehen.

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