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Kunstperformance

Das Absurdeim Alltäglichen

Ahlen

„Was darf ich, oder darf ich das noch?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich die Installation „Aktionsradius“ von Marita Bullmann. Zu sehen ist sie am Bürgerzentrum.

Peter Schniederjürgen

Für ihre künstlerische Arbeit setzt sich Foto: Peter Schniederjürgen

Wer am Bürgerzentrum zwischen Königstraße und Parkplatz vorbeigeht, sollte mal einen Blick in den ehemaligen Kickerraum werfen. Denn der ist seit einigen Monaten zum „Raum für Veränderungen“ geworden, in dem wechselnde Ausstellungen zu sehen sind.

„Wir haben hier jetzt eine Installation von Marita Bullmann ausgestellt“, sagte Christiane Busmann, Geschäftsführerin der Schuhfabrik. Das Werk mit dem Titel „Aktionsradius“ wurde mit einer Performance der Künstlerin eröffnet und ist bis Anfang März zu sehen.

Mit Performance eröffnet

„Ich setze mich mit ganz alltäglichen Dingen und Handlungen auseinander und bringe sie bis ins Absurde“, erklärte Marita Bullmann in der Vorführung. Da kochte sie Kaffee, rauchte am offenen Fenster oder turnte an der quer vor dem Fenster verlaufenden Sicherheitsstange. Es ging ihr dabei um die Frage „Was darf ich, oder darf ich das noch?“ und ist ihre künstlerische Auseinandersetzung mit den Coronabeschränkungen.

„Meine Arbeitsweise kann als ephemer (rasch vorübergehender, Anm. d. Red.) orts- und situationsspezifischer Prozess verstanden werden“, so die Künstlerin. Ihre Intention sei die „direkte Begegnung zwischen Körper und Raum“.

Wie geschaffen als Ausstellungsraum

Marita Bullmann lebt und arbeitet in Essen. Ihre Arbeiten wurden bisher in Europa, Nord- und Südamerika und in Asien gezeigt. Sie hat das Performance- und Aktionslabor „Paersche“ mitbegründet und ist seit 2013 die Organisatorin der Performance-Kunstplattform „Intervall“.

Der Raum in der Schuhfabrik ist für diese Installation wie geschaffen. Durch Corona kam das Leben darin faktisch zum Erliegen. „Jetzt eröffnet er sich als Ausstellungsraum und zeigt das Potenzial, künstlerische Positionen in der Öffentlichkeit wirken zu lassen“, erläuterte Stephan Us, künstlerischer Leiter des Bürgerzentrums Schuhfabrik.

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