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Modellprojekt startet an der Mammutschule

Demokratisches Verhalten früh einüben

Ahlen

Lehrkräfte und andere pädagogische Mitarbeiter stellen eine Zunahme von Ablehnung durch Kinder gegenüber Kindern aus anderen Kulturen fest. Dieser Entwicklung soll mit dem Modellprojekt „Demokratie leben in Grundschulen!“ an der Mammutschule entgegengewirkt werden.

Von Ralf Steinhorst

Wollen Rassismus an Grundschulen abbauen (v.l.): Anke Peters, Nasibe Zenker, Elke Walter, Agnieszka Bednorz, Eva Grams, Inge Mittag-Nienaber und Martin Wellnitz. Foto: Ralf Steinhorst

Im pädagogischen Alltag der Grundschulen wird ein gesellschaftlicher Stimmungswandel sichtbar. Lehrkräfte und andere pädagogische Mitarbeiter stellen eine Zunahme von Ablehnung durch Kinder gegenüber Kindern aus anderen Kulturen fest. Mit einem Modellprojekt der Arbeiterwohlfahrt, Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems, und des Kompetenzteams Warendorf will die Mammutschule diesem Trend entgegenwirken.

Projekt ist auf fünf Jahre angelegt

Das Modellprojekt „Demokratie leben in Grundschulen!“ ist auf fünf Jahre angelegt und wird vom Aktions- und Initiativfonds „Demokratie Leben“ gefördert. Ein ähnliches Projekt gab es schon an allen Ahlener Kitas. Projektleiterin Anke Peters von der Awo möchte das nun auch an einer Grundschule umsetzen.

„Ich freue mich, dass die Mammutschule sofort zugesagt hat“, sagt Peters. Wenn das Projekt gut läuft, soll es auch auf andere Grundschulen übertragen werden. Unterstützt wird Anke Peters von der Co-Projektleiterin Nasibe Zenker und Inge Mittag-Nienaber vom Kompetenzteam Warendorf, Eva Grams vom Caritasverband Ahlen, Agnieszka Bednorz von Innosozial, Hermann Wulfekammer vom Kompetenzteam Coesfeld und Denise Runge vom Familienzentrum Mammutschule. Martin Wellnitz vom Schulamt Warendorf begleitet das Projekt.

Fortbildungstag für Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter

Dass hinter dem Projekt ein Schulentwicklungsprozess stehe und nicht einfach ein einziger Fortbildungstag, betonte Nasibe Zenker. So sollen Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter am Donnerstag (25. November) zum Auftakt Projektziele formulieren, denn die Kooperationspartner wollen das Projekt mit den Mitarbeitern erarbeiten und sie so mitnehmen. „Das wird Lehrkräften und pädagogischem Personal viel abverlangen“, weiß Nasibe Zenker schon jetzt. Denn die diskriminierungskritische Haltung soll auch Teil des Lehrplans werden. Im Juni 2022 soll eine erste große Reflexion des Projekts stattfinden.

Was nach fünf Jahren am Ende des Projekts stehen wird, muss noch von allen Beteiligten entwickelt werden. Anke Peters könnte sich vorstellen, dass die Mammutschule offiziell eine „Schule gegen Rassismus“ wird. Das wäre eine Besonderheit, nur sehr wenige Grundschulen haben das Zertifikat bisher bekommen.

Für Schulleiterin Elke Walter ist das neue Projekt eine Weiterentwicklung schon bestehender Angebote, etwa der Spracharbeit: „Mit der Einübung von demokratischem Denken und Verhalten an Grundschulen lassen sich demokratische Werte, Grundhaltungen und Kompetenzen langfristig fördern.“

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