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Internationale Kochabende

Den Geschmack ferner Länder entdecken

Ahlen

Wer weiß, wie ein Land schmeckt, der spüre auch mehr Nähe dazu, findet Burkhardt Engelke. Gemeinsam mit anderen hat er internationale Kochabende ins Leben gerufen. Der erste führte jetzt nach Kolumbien.

Von Ralf Steinhorst

Mit Begeisterung beim Kochen dabei (v.l.): Michael Leifeld, Martina Padberg, Nadine Köttendorf, Lars Koenig, Laina Remer, Brigga Kazmierczak, Frank Merschhaus, Rina Khanam (verdeckt) und Kyung Suk Thormann Foto: Ralf Steinhorst

Schon seit drei Jahren geplant, jetzt endlich umgesetzt. Am Freitag haben das Internationale Frauenfrühstück (IFF), die Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt und der Weltladen erstmals zum Kochabend in die Familienbildungsstätte eingeladen. Ziel ist, den Teilnehmenden Länder des globalen Südens näherzubringen.

Verbunden sind die Abende mit einem Vortrag über das Land, dessen Gerichte jeweils auf der Rezeptliste stehen. Zu der Premiere hatten die organisierenden Gruppen als Dankeschön Menschen eingeladen, von denen sie in der Vergangenheit auf vielfältige Weise unterstützt wurden.

Essen verbindet Menschen

„Wir sind glücklich, dass es jetzt endlich stattfindet“, zeigte sich Laina Remer (IFF) begeistert, während Burkhardt Engelke von der Steuerungsgruppe das Ziel des Projekts hervorhob: „Essen verbindet Menschen, es integriert und ermöglicht Einblicke in fremde Kulturen.“ Wenn man wisse, wie ein Land schmeckt, sei es einem vertrauter. Geplant ist, alle zwei Monate einen Kochabend zu veranstalten, an dem bis zu 14 Menschen teilnehmen können. Gekocht werden soll bevorzugt mit Fairtrade-Produkten.

Kyung Suk Thormann knetete den Teig für die Empanadas per Hand. Foto: Ralf Steinhorst

Die Idee kam bei den Teilnehmenden gut an. Für Lars Koenig von der FBS ist Länderküche in seinem Hause nicht neu, wohl aber, dass andere Aspekte beleuchtet werden. „Es wäre schön, wenn sich das Projekt verstetigen würde“, hoffte Brigga Kazmierczak vom IFF.

Rocio Siekaup (vorne, l.) stellte per Smartphone eine Videoverbindung in ihre Heimat Kolumbien her, neben Martina Padberg grüßten auch alle anderen Teilnehmenden. Foto: Ralf Steinhorst

Den Auftakt gestaltete die Kolumbianerin Rocio Siekaup, die in einem Vortrag ihr Heimatland vorstellte: „Das Kochen gehört in Kolumbien zu den Höhepunkten eines jeden Tages, dreimal wird gegessen.“ Wobei es Vor- oder Nachspeisen nicht in der Form wie hier gibt, mehrere der eher deftigen Speisen werden gleichzeitig gegessen. Daneben beleuchtete sie das Land aus verschiedenen Blickwinkeln wie Lage, Politik, Wirtschaft oder Kultur. Die Teilnehmenden erfuhren, dass es in Kolumbien alle Klimazonen gibt und der dort angebaute Kaffee deshalb höchste Qualität hat.

Es ist angerichtet: frittierte Bananen und Maniok, Hähnchen in Kokosmilch, Reis und Teigtaschen (Empanadas) Foto: Ralf Steinhorst

Anschließend wurde gekocht, wobei Rocio Siekaup die Kochlöffel-Hoheit innehatte. Gefüllte Teigtaschen (Empanadas), Hähnchen in Kokosmilch, gekochte Bananen und frittiertes Maniok sowie Agua des Panela standen auf der Speisekarte. Das gemeinsame Kochen und das Entdecken neuer Gerichte begeisterte alle Teilnehmenden, die das gemeinsame Essen zum Abschluss ebenso genossen.

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