1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Denkmal fürs Digitalprojekt

  8. >

Jahrestagung der Initiative Schuhfabrik

Denkmal fürs Digitalprojekt

Ahlen

Drei Tage hat die Initiative Bürgerzentrum Schuhfabrik online „zusammengesessen“ und Pläne für neue Projekte gemacht.

wn

So sah die Jahrestagung der Initiative Schuhfabrik diesmal aus: 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich über drei Tage online. Foto: Bürgerzentrum Schuhfabrik

Unter dem Motto „Grenz-Werte – Umgang mit der neuen Normalität“ stellte sich das Bürgerzentrum Schuhfabrik bei seiner 20. Jahrestagung neuen Herausforderungen. Angepasst an die aktuelle Situation fand dieser feste Bestandteil der Initiative Bürgerzentrum Schuhfabrik zum ersten Mal online statt. Mit 21 Teilnehmenden aus den Bereichen ehrenamtlicher Vorstand, Mitglieder, Geschäftsführung, Veranstaltungsplanung, Buchhaltung, Gastronomie, Jugendarbeit, Flüchtlingsberatung, Technik und Ehemalige wurde drei Tage interaktiv gearbeitet.

„Willkommen im echten Leben“

Die Fortsetzung und der Abschluss des Projekts „Willkommen im echten Leben – Digitalisierung und analoge Räume“ war ein Hauptthema. Wie sehr diese Thematik von der Realität eingeholt wurde, hätte sich Anfang vergangenen Jahres noch niemand vorstellen können. Erinnert wurde an die Durchführung der „Digitalen Kneipe“ 2018, das „Science Fiction Festival“ 2019 und die Kultur-Livestreams 2020.

Nun soll dem Projekt in der analogen Welt ein symbolisches Denkmal mit dem „Tisch der Begegnung“ gesetzt werden. Zusammen mit dem Bildhauer Klaus Seliger wurde an kreativen Herangehensweisen gearbeitet.

Die weitere Planung im aktuellen dreijährigen Projekt „Dritte Orte“ wurde zum Thema Nachhaltigkeit zusammen mit dem Sozialwissenschaftler Davide Brocchi bearbeitet. Für Brocchi bedeutet dieser Begriff nicht nur den Systemwechsel in der Ökologie, sondern in der gesamten Gesellschaft sowie in der Wirtschaft mit massiven Auswirkungen auf das Zusammenleben und die Demokratie. Wolle man die Menschen für neue Ideen begeistern, reiche es nicht, Wissen und Informationen zu vermitteln, vielmehr müsse an den Gefühlen angesetzt werden, damit eine Identifizierung stattfinden könne. Brocchi hat dafür unter anderem den „Tag des guten Lebens“ zunächst in seiner Heimatstadt Köln und später in Berlin und auch in Wuppertal umgesetzt.

Leben, Wohnen und Arbeiten in der Zukunft

Dabei soll ganz real im überschaubaren Nahbereich eine Vorstellung über zukünftiges Leben, Wohnen und Arbeiten entwickelt werden. Die Schuhfabrik sieht sich als ein möglicher Brückenbauer und ein Reallabor der Transformation. Viele Anregungen von Brocchis Impulsvortrag sollen in die weitere Projektarbeit einfließen.

Dass das Vereinsleben auch nach über 36 Jahren lebendig und vielfältig sei, so die Initiative, habe die hohe Zahl der Teilnehmenden, auch im Online-Tagungsrahmen bewiesen. Mit neu aufgeladener Energie, neuen Perspektiven, verbesserter Kommunikation, gemeinsamer Motivation und viel Engagement werde man sich nun den kommenden Herausforderungen widmen.

Startseite
ANZEIGE