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Umweltausschuss im Phänomexx

Der „Ahlener Weg“ ist ein langer

Ahlen

Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität besuchten das außerschulische Lernlabor Phänomexx. Und schauten auf das Projekt „Ahlener Weg“, den Leitfaden Ahlens Richtung Klimaneutralität.

-rst-

Phänomexx-Leiterin Anna Weber (2.v.l.) erklärt Energieberater Hubertus Pieper und den Ausschussmitgliedern Frederik Werning und Andrea Jaunich am Modell die Geschichte des Erdöls. Foto: Ralf Steinhorst

Mit der Besichtigung des Schülerlabors Phänomexx unternahm der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität am Montagnachmittag eine Exkursion, um bei Versuchsanordnungen praktisch mehr über erneuerbare Energien, Klimaschutz und die Kunststoffproblematik zu erfahren. In der darauffolgenden Ausschusssitzung konnte kein nennenswerter Fortschritt beim „Ahlener Weg“ Richtung Klimaneutralität festgestellt werden.

„Wir sind seit 2006 aktiv und seitdem haben uns 14.000 Schülerinnen und Schüler besucht“, stellte der Phänomexx-Vorsitzende Reinhardt Böhm mit einer stolzen Zahl den Erfolg des Schülerlabors dar. Es richtet sich an die Schuljahrgänge vier bis sechs und stellt Lernumgebungen zu wechselnden Themen zur Verfügung. Aktuell wird das Thema „Zukunft nachhaltig gestalten“ bearbeitet, was gut zur Aufgabe der Ausschussmitglieder passte. In Zweiergruppen wurden diese durch die einzelnen Versuchsstationen geleitet. „Es ist ersichtlich geworden, was dort geleistet wird“, bilanzierte der Ausschussvorsitzende Frederik Werning am Ende zufrieden.

Trockene Theorie

Trockene Theorie schloss sich anschließend bei der Sitzung in der Lohnhalle an. Dort berichtete Anna Shalimava von der städtischen Stabsstelle Klimaschutz über den aktuellen Stand des Projekts „Ahlener Weg“. Dieses stellt den Leitfaden Ahlens Richtung Klimaneutralität dar. Zurzeit tauschen sich die Fachbereiche aus, welchen Inhalt eine Ausschreibung für ein Beraterbüro haben soll, das die Stadt auf ihrem Weg unterstützen soll.

In den weiteren Prozess werden dann verschiedene Akteure wie die Stadtwerke oder Gruppen wie Verena und auch die Bürgerschaft eingebunden. Kritik kam von Martin Hegselmann (CDU), der den langen Verwaltungsprozess bemängelte. Von Verwaltungsseite erklärte Klaudia Froede, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz, dass sich ein solcher Eindruck durchaus ergeben könne, dieser aber damit zusammenhänge, dass mehrere Fachbereiche mit dem Thema befasst seien und eine Abstimmung daher aufwendig sei.

Baudezernent Thomas Köpp sah die Problematik auch, will den Prozess aber dadurch beschleunigen, dass man in Gesprächen mit anderen Kommunen, die vor der gleichen Herausforderung stehen, Erfahrungswerte für eine Ausschreibung aufgreifen und einfließen lassen wolle.

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