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Wahlabend bei CDU und FDP

Der eine Markus zieht ein – der andere muss draußen bleiben

Ahlen

Eine bessere Stimmung hätte es zur offiziellen Einweihung der neuen CDU-Geschäftsstelle an der Bismarckstraße nicht geben können. Befeuert vom Wahlergebnis der Landtagswahl herrschte bei den Konservativen eitel Sonnenschein.

Von Ralf Steinhorst

Das unerwartet gute Wahlergebnis versetzte die Ahlener Konservativen in Jubelstimmung, die an ihrer neuen Geschäftsstelle in der Bismarckstraße feierten. Foto: Ralf Steinhorst

Trotzdem versetzten die Zahlen die meisten anwesenden CDU-Mitglieder am Sonntagabend in Erstaunen. Darüber, dass es nicht zum Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD kam, und über das schlechte Abschneiden der FDP, das viele ungerecht fanden.

„Ich war schon mit 33 bis 34 Prozent optimistisch“, freute sich der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Christoph Aulbur über das Ergebnis, Vorsitzender Peter Lehmann hatte sich aus beruflichen Gründen entschuldigen lassen. Aulbur wünschte sich eine schwarz-grüne Regierung: „Rot-gelb-grün wäre unseriös.“ Diese Meinung vertraten auch die anderen Gäste, zumal man große Schnittmengen mit den Grünen habe.

Freude über Direktmandat für Markus Höner

Nicht nur das insgesamt gute Abschneiden der CDU löste Freude aus, sondern auch der Einzug der beiden CDU-Direktkandidaten im Kreis Warendorf in den Landtag. Auf den von Markus Höner war man vorbereitet, schnell war ein entsprechender Aufkleber an der Fassade der neuen Geschäftsstelle angebracht. Denn diese wird das Wahlkreisbüro des neuen Abgeordneten sein. Der stattete, wie dann auch der Bundestagsabgeordnete Henning Rehbaum, seinen Ahlener Parteifreunden am Abend noch einen Besuch ab und dankte für die Wahlkampfunterstützung.

Kurz nach der Veröffentlichung der ersten Hochrechnung: Bei den Liberalen herrschten Entsetzen und Sprachlosigkeit. Foto: Ralf Steinhorst

In der FDP-Geschäftsstelle an der Hellstraße hätte man nach der Verkündung der ersten Hochrechnung eine Stecknadel fallen hören können. Das Entsetzen über das schlechte Wahlergebnis war bei den Liberalen deutlich spürbar. Mit fortlaufender Dauer wich zwar die Sprachlosigkeit, die Frage nach den Gründen des schlechten Abschneidens blieb.

Thomas Schneider (FDP)

Man habe das gleiche Ergebnis wie die AfD, die sich aber nur gestritten und effektiv nichts gemacht habe, konnte Dr. Walter Ide das Ergebnis nicht nachvollziehen. Auch der Vizevorsitzende Thomas Schneider zeigte sich ratlos: „Ich bin auf die Analysen gespannt.“

„Ich gehe davon aus, dass wir drinbleiben“, gab sich der Vorsitzende Norbert Fleischer nach der ersten Hochrechnung optimistisch. Dass Markus Diekhoff den Wiedereinzug über die Liste nicht schaffen würde, bedauerte er: „Damit verliert auch der Kreis Warendorf einen direkten Ansprechpartner im Land.“ Nun gehe es in die Opposition. Gibt es ein großes Aufräumen? „Das passiert von alleine“, vermutete Norbert Fleischer.

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