Junge Bildende Kunst

Der Kunst treu geblieben

Ahlen

Zwei junge Ahlener, die einst den „Förderpreis Junge Bildende Kunst“ des Kunstvereins erhielten, berichten über ihren Werdegang: Rabia Dudu Akcin und Lukas Schwake.

Dierk Hartleb

Rabia Dudu Akcin hat der Uni Duisburg-Essen Kunst und Englisch studiert und absolviert gerade ihr Referendariat. Foto: Dierk Hartleb

„Neues von den Alten“. Den Titel nahm Gerd Buller am Freitagabend bei der Eröffnung einer Ausstellung in der Stadt-Galerie zum Anlass für eine Klarstellung. Denn die angeblich „Alten“ sind erst Mitte oder Ende Zwanzig.

Lukas Schwake und Rabia Dudu Tufan, heute Akcin, zählen zu den früheren Preisträgern des Förderpreises Junge Bildende Kunst, den der Kunstverein Ahlen erstmals 2010 ausgeschrieben hat. Inzwischen studiert Lukas Schwake im fünften Semester Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Leipzig, Rabia Akcin hat ihr Lehramtsstudium an der Universität Duisburg-Essen inzwischen beendet und ihr Referendariat angetreten. Danach will sie an einer Gesamtschule in Mühlheim Englisch und Kunst unterrichten.

Lukas Schwake

Nach einer lobenden Erwähnung für die ehemalige Schülerin des Städtischen Gymnasiums im Jahr 2010 hatte ihr die Jury im Folgejahr den ersten Preis zuerkannt. In der aktuellen Ausstellung präsentiert sie in dem völlig abgedunkelten Kabinett der Stadt-Galerie eine Klanginstallation, in der sich ein Sprecher auf Deutsch und Türkisch mit dem Thema Gewissen beschäftigt. Im Referendariat bleibt der jungen Frau wenig Zeit, künstlerisch tätig zu sein: „Das möchte ich danach ändern“, erklärt Rabia Akcin, die im Anschluss an ihre Ausbildung an einer Gesamtschule in Mühlheim unterrichten will. Neben der Klangkunst will sie sich dann auch wieder mehr dem Zeichnen widmen.

Sven Henric Olde (l.) und Lukas Schwake. Foto: Dierk Hartleb

Lukas Schwake hat sich nach dem Abitur zunächst für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden und eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger angeschlossen. Dass er den Wunsch, Kunst zu studieren, nicht eher umsetzen konnte, findet er im Nachhinein nicht schlecht. „Eine Ausbildung zu haben, ist sicher kein Nachteil.“ Aber zu Hause fühlt sich der gebürtige Ennigeraner in der Kunst. In der Ausstellung zeigt er neben Akt- und Körperstudien und einem vierteiligen Lithographiezyklus eine Holzschnittserie in sieben Farbvarianten sowie mehrere Leinwandarbeiten in Öl, in denen er sich realistisch mit seiner unmittelbaren Umgebung in Leipzig auseinandersetzt. Für Kunst interessiert hat sich Lukas Schwake schon als Kind. Aber in der Rückschau sei der Förderpreis 2010 wichtiger Impulsgeber gewesen. Und für Rabia Akcin war es die Förderung im LK Kunst durch ihre Lehrerin Marita Schäpers. Die ließ es sich nicht nehmen, ihre ehemaligen Schülerin zu begrüßen.

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