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Hoffest Schulze Rötering zurück aus der Pandemiepause

Die genussvolle Frische des Landlebens

Ahlen

Pfingstausflügler wissen, wo es an den beiden Pfingstfeiertagen in Ahlen schmeckt. Das Hoffest Schulze Rötering ist nach zweijähriger Pandemiepause wieder zurück.

Von Ralf Steinhorst

Erdbeeren, wohin man schaut: Auch Elma Karic (l.)und Vanessa Moratovic waren gut beschäftigt. Zwischendurch wurde Frischgepflücktes von den Feldern nachgeliefert. Foto: Ralf Steinhorst

Nach zwei Jahren Pandemiepause zog es Ausflügler am Pfingstsonntag und Pfingstmontag zum Hoffest Schulze Rötering am Prozessionsweg. Dort waren die Besucher eingeladen, um landwirtschaftliche Produkte zu genießen oder an den Ständen des Bauernmarktes zu stöbern.

„Wir kommen hier nicht so richtig zum Durchatmen. Später vielleicht“, lächelte Lara Benson vom Spargelteam an der Zubereitung des heißen Edelgemüses die Anstrengung am Sonntagmittag weg. Klar, ein Besuch auf dem Hoffest mit frischem Spargel auf dem Teller gehörte dazu. Genauso wie die Erdbeeren später ebenfalls aus eigenem Anbau. Das Publikum zeigte sich aber auch am Eisstand begeistert. „Nach der langen Zeit tut das mal wieder gut“, zog Besucher Uwe Junge sein Fazit, während Eisverkäufer Ingo Scheuermann sich über die lange Schlange freute.

Genuss erleben galt es auch auf dem Bauernmarkt. Dort hielt Reto Brunner einige Schokoladensplitter zum Probieren bereit: „Wir stellen die Schokolade von der Bohne an selbst her. Das ist ja auch Landwirtschaft.“ Selbstverständlich aus Fair-Trade bezogenen Bohnen. Eigene Herstellung, in diesem Fall Stoffarbeiten, bot Stefanie Irmscher aus Menden an. Sie ist Stammgast auf dem Bauernmarkt. „Es ist jetzt meine zweite Veranstaltung in diesem Jahr, da freut man sich sehr“, strahlte sie.

Elma Karic (Erdbeerstand)

Schälchen an Schälchen mit hauseigenen Erdbeeren, zwischendurch immer frisch angeliefert von den Feldern, reihten sich am Stand von Elma Karic und Vanessa Moratovic auf. „Es ist ganz schön was los hier“, zeigte sich Elma Karic erfreut. Ein paar Meter weiter das gleiche Bild, nur mit aufgereihten Flaschen mit höherprozentigem Inhalt aus der Brennerei. „Das schmeckt sehr gut, den Johannisbeer und Erdbeer nehmen wir mit“, hatte Michael Schwuntek mit Ehefrau Suphitsara Sirinai seine Favoriten beim Kosten für zuhause gefunden. Das Probieren komme gut an, bestätigte Hofmitarbeiterin Ninette Gödde dann auch.

„Sie können auch ein halbes Brot mitnehmen, wenn sie möchten“, duftete es bei Elisabeth Düpmeier vor dem Hofladen genüsslich nach Frischgebackenem aus dem Backhaus. So frischgebacken, dass sich gleich die Empfehlung anschloss, die Papiertüte mit dem Brot erstmal geöffnet zu halten, um es auskühlen zu lassen.

Besucher Stefan Erdmann

Aber auch die Technikfreunde kamen auf ihre Kosten, in Reih und Glied waren die Oldtimertrecker wieder mit von der Partie. Heute nicht mehr im täglichen Feldeinsatz. Warum, das verriet ein Schwenk mit dem Kopf rüber zum hochmodernen Mähdrescher mit klimatisierter Fahrerkabine und meterlangen Dreschausleger. Ein paar Nummern kleiner hatten die Kinder am Landgasthaus ihren Spaß, wo sie mit Trettraktoren über den Rasen düsten. Ein feines Bild für Vater Stefan Erdmann, selbst Landwirt aus Ennigerloh: „Wir kommen jedes Jahr hierher. Wir sind ja mit der Natur verbunden“.

Während die Besucher am Vormittag des Pfingstsonntags auf den Hof strömten, wurde das Wetter im Verlauf der späten Mittagszeit leider wechselhaft. Gut, dass da die meisten ihren frischen Spargel schon genossen hatten. Für alle anderen lockte ja noch der Pfingstmontag mit besseren Wetteraussichten...

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