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Innosozial-Workshop

Die Kunst des Malens auf dem Wasser

Ahlen

Was unter dem Begriff „Marmorieren“ bekannt ist, heißt im Türkischen „Ebru“. Und ist in der wolkigen Übersetzung auch viel verspielter und leichter.

Der Ebru-Künstler Mahmut Ozan weihte die Workshopteilnehmerinnen in die Geheimnisse dieser besonderen Malerei ein. Foto: Innosozial

Im Rahmen des Projekts „Kultur für alle und mit allen“ führte Innosozial in Kooperation mit dem Türkisch-Islamischen Verein Ditib einen Ebru-Kunst Workshop mit Frauen durch. 30 türkische Frauen nahmen daran teil. Nachdem der Ebru-Künstler Mahmut Ozan verschiedene Techniken der Ebru-Malerei gezeigt hatte, konnten die Teilnehmerinnen anschließend diese selber ausprobieren und ihre bunten Werke präsentieren. Das Royal Café Restaurant unterstützte den Workshop mit einem kleinen Beitrag.

Natürliche Utensilien

Ebru ist die Kunst des Malens auf dem Wasser. Auch in vielen europäischen Ländern wird die Ebru-Technik unter den Namen „Marmorieren“ praktiziert. Besondere Merkmale der türkischen Kunst sind die natürlichen Utensilien und das Entwerfen verschiedener Blumenformen. Das Wort Ebru bedeutet „wie eine Wolke“ oder „wolkig“.

Bei der Technik werden Farben und Farbpigmente auf eine Wasseroberfläche aufgebracht. Beim Zerstreuen der Farben auf die Wasseroberfläche bilden die Farben wolkenartige Strukturen. Es entstehen wunderschöne Blumenmotive, Blütenformen oder ganze Landschaften. Die so entstandenen Bilder werden anschließend mit dem Papier vorsichtig aufgenommen.

Neugier auf Kultur

Ziel des Workshops war, während des Werkens ins Gespräch zu kommen und künstlerische Eindrücke zu gewinnen sowie Neugier auf Kultur zu wecken. Dementsprechend soll das Projekt im neuen Jahr fortgeführt werden. Frauen mit Migrationshintergrund soll der Zugang zu Kulturangeboten eröffnet werden.

Entstanden ist die Idee zum Workshop bei einem Gespräch mit den Frauen der Ditib-Moschee. Sie hatten sich insbesondere das Kennenlernen der Ebru-Kunst gewünscht. „Es hat den Frauen Spaß gemacht, kreativ mit den Farben zu spielen und das Muster auf der Wasseroberfläche schwimmen zu sehen. Die jungen Mädchen und die Frauen waren von sich sehr begeistert, vor allem, als sie ihre fertigen Werke bewundern konnten“, berichtet Projektmitarbeiterin Ergül Aydemir. Am Ende des Workshops erhielten alle Teilnehmerinnen eine Bescheinigung.

Auf der Basis der Studie „Kultur für alle und mit allen“ möchte Innosozial durch verschiedene Veranstaltungsformate zusammen mit Migrantengruppen Akzente für deren stärkere Beteiligung in der Ahlener Kulturlandschaft setzen. Weitere Infos zum Projekt gibt es auf www.innosozial.de.

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