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Jagdgemeinschaft Halene II reinigte Gräben

Die Natur hatte den „Hausputz“ bitter nötig

Ahlen

Eine Herdplatte, viele Plastikverpackungen und etliche Flaschen kamen bei der Reinigungsaktion der Jagdgemeinschaft Halene II am Wochenende zusammen.

Christian Wolff

Mitglieder und Freunde der Jagdgemeinschaft Halene II reinigten mit großer Unterstützung ihres Nachwuchses die Grünstreifen, Hecken und Gräben ihrer Umgebung. Foto: Christian Wolff

Die große stadtweite Reinigungsaktion „Ahlen putz(t)munter“ musste in diesen Tagen ein weiteres Mal pandemiebedingt ausfallen. Kleineren Gruppen war es unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln jedoch erlaubt, Grünstreifen, Hecken und Gräben von Unrat zu befreien.

Und so trafen sich am Samstagmorgen Mitglieder und Freunde der Jagdgemeinschaft Halene II auf dem Hof Steltig und schwärmten in Zweier- und Dreiergruppen auf die umliegenden Bauerschaftswege aus. Nach der Einzelausgabe von Mülltüten, Greifern und Handschuhen – alles gestellt von den Umweltbetrieben der Stadt Ahlen – ging es los.

Abstand halten – das klappt draußen am besten

„Wir verzichten bewusst auf eine längere gemeinsame Zusammenkunft“, sagte Organisator Dirk Steltig. „In der freien Natur ist es zum Glück einfach, Abstand zu halten und die frische Luft schadet uns auf keinen Fall. Wir haben uns daher dazu entschieden, diese Aktion auf jeden Fall umzusetzen.“ Die Flächen, die allzu gerne als wilde Müllkippen missbraucht werden, haben so einen „Hausputz“ bitter nötig. Das zeigten Fundstücke wie Herdplatten oder Plastikverpackungen. Der Renner unter den aufgesammelten Dingen war der weggeworfene Mundschutz.

Regenschauer hielt Aktive nicht ab

Und frische Luft – davon gab es an diesem Vormittag schon fast zu viel, denn ausgerechnet zum Start des Müllsammelns gegen 9 Uhr blies den Helfern ordentlich Wind um die Nase. Ein starker Regenschauer, der die ersten zehn Minuten über dem Ahlener Norden niederging, hielt die Aktiven aber nicht auf. Nasse Hosenbeine trockneten angesichts der Böen schnell wieder ab.

Vor allem für die Kinder war es ein willkommenes Abenteuer in der freien Natur, das sie angesichts fehlender alternativer Freizeitaktivitäten in Coronazeiten sichtlich genossen. Unter ihnen entwickelte sich schnell ein Wettbewerb, wer wohl die meisten Pfandflaschen zusammentragen würde, um damit womöglich das Taschengeld aufbessern zu können.

Die Jagdgemeinschaft Halene II putzte munter. Foto: Christian Wolff

Dirk Steltig würde es befürworten, wenn sich zumindest die eine oder andere Familie auf eigene Faust auf den Weg macht, um illegal entsorgte Dinge dort aufzusammeln, wo sie nicht hingehörten. „Die Stadt unterstützt solche Maßnahmen im kleinen Rahmen“, hat er festgestellt.

In einigen Nachbargemeinden wählten die Verwaltungen andere Wege: Im Warendorfer Raum wurden Reinigungsaktionen in der Natur ausdrücklich beworben. Die Kleingruppen mit namentlich bekannten Teilnehmern erhielten dort feste Zuständigkeitsbereiche und Zeitfenster, um größere Treffen zu vermeiden und dennoch für Sauberkeit zu sorgen. Ausfallen musste unter den gegebenen Umständen allerdings der gemeinsame Abschluss. „So hätte man es in Ahlen vielleicht auch machen können“, meinte der lokale Organisator.

Für jeden ein Stück Kuchen

Zumindest war für jeden kleinen und großen Teilnehmer in der Bauerschaft Halene ein Stück frischer Kuchen als Wegzehrung vorbereitet worden. „Wir hoffen, dass wir den geselligen Teil zu einem anderen Datum nachholen können“, so Dirk Steltig. Wenn es 2022 die große Stadtreinigungsaktion wieder in gewohnter Form geben wird, ist die Jagdgemeinschaft Halene II auf jeden Fall wieder mit dabei.

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