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Jeden dritten Mittwoch im Monat gemeinsames Essen im Barthelhof

Diese Suppe ist für alle da

Ahlen

Gemeinschaftliche essen, das ist viel mehr als reine Nahrungsaufnahme. Ein Angebot der Caritas St. Bartholomäus zeigt das sehr deutlich.

Von Dierk Hartleb

Sie sorgen für gutes Essen im Barthelhof: Waltraud Eckervogt, Mechthild Tripp, Karl-Heinz Kruse, Brigitte Steinhoff und Maria Tangemann-Kreienborg. Nicht im Bild ist Klaus Preuß. Foto: Dierk Hartleb

„Herzlich willkommen“ steht in großer Schrift auf dem Aufsteller vor dem Barthelhof am Kirchplatz. Der Duft von frischer Suppe zieht auch zufälligen Passantinnen und Passanten in die Nase, die an den draußen aufgebauten Tischen vorbeigehen.

Auch am Mittwoch dieser Woche blieb der eine oder die andere interessiert stehen, um die Einladung wörtlich und Platz zu nehmen. „Bei uns ist jeder willkommen“, sagt Maria Tangemann-Kreienborg. Sie koordiniert das Angebot, das unter dem Stichwort „Gemeinsam erleben – Gemeinsam essen“ auch auf der Homepage der Katholischen Kirchengemeinde zu finden ist.

Gestartet vor Corona

„Gestartet sind wir mit dem Projekt schon vor Corona“, erzählt Maria Tangemann-Kreienborg rückblickend. Dann habe die Pandemie die Weiterführung unmöglich gemacht. Ursprünglich habe man auch eine andere Zielgruppe im Auge gehabt. Mit dem Ende der Corona-Beschränkungen habe die Gruppe im April dieses Jahres wieder das monatliche Suppenangebot gestartet. Weil inzwischen auch andere Einrichtungen ein ähnliches Angebot machten, habe es die Caritas St. Bartholomäus als Träger auf alle Menschen ausgedehnt, die in Gemeinschaft essen wollen. „Zu uns kommen Ehepaare genauso wie Alleinstehende“, führt Maria Tangemann-Kreienborg weiter aus. „Natürlich auch viele Ältere“, ergänzt die Koordinatorin.

Am Mittwoch hatte das Team, zu dem neben Waltraud Eckervogt und Brigitte Steinhoff mit Klaus Preuß und Karl-Heinz Kruse auch noch zwei Männer gehören, fünf schmackhafte Suppen angesetzt, die alle gute Abnahme fanden. „Wir hatten allerdings weniger Gäste“, bilanziert Maria Tangemann-Kreienborg. Vor einem Monat seien es 34 gewesen. Auf diese Weise kamen einige Besucherinnen und Besucher in den Genuss, sich etwas von der Hühner- oder Süßkartoffelsuppe im Glas mit nach Hause zu nehmen.

Kein regulärer Obolus

„Wichtig ist den Leuten, gemeinschaftlich zu essen“, beschreibt Maria Tangemann-Kreienborg die Motivation, an jedem dritten Mittwoch im Monat den Weg zum Barthelhof anzutreten. Unter den Gästen sind auch einige, denen die Bezahlung schwerfällt. „Wir erheben keinen regulären Obolus“, unterstreicht die Koordinatorin des Mittagstischs. Das Angebot sei kostenfrei, und jeder gebe eben so viel, wie er bezahlen möchte und kann.

Und die Köchinnen und Köche? Sie arbeiten natürlich ehrenamtlich und jedem und jeder ist anzumerken, wie sehr ihnen die Küchenarbeit Spaß macht. Das schließt den Plausch mit den Gästen bei der anschließenden Tasse Kaffee ein.

Der nächste Suppentreff findet am 17. August um 12 Uhr statt. Eine telefonische Anmeldung im Pfarrheim unter der Nummer 76 05 90 am Montag davor ist erwünscht.

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