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Betriebsausschuss lobt Siegerentwurf für Rosenbaum-Platz

„Dieser Platz kann mehr“

Ahlen

Der Betriebsausschuss begrüßte in diesen Tagen die Umgestaltungspläne für den Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz. An die veränderten Stellmöglichkeiten werde man sich gewöhnen, so der Tenor.

Christian Wolff

Vorne die bunte Vielfalt des Koloniemarkts, dahinter die graue Parkplatz-Tristesse: Der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz soll durch seine parkähnliche Aufwertung an Aufenthaltsqualität gewinnen und dennoch für Großveranstaltungen wie die Kirmes nutzbar bleiben. Foto: Ulrich Gösmann

Die Sorgen der Politik, der Dr.-Paul-Rosenbaum-Platz könnte nach seiner grundlegenden Umgestaltung für Großveranstaltungen wie Kirmes oder „Ahlener Woche“ weniger nutzbar sein, scheinen weitgehend ausgeräumt zu sein. Im Gegensatz zum Bauausschuss, wo vor allem die FWG Kritik äußerte, waren die Klänge im Betriebsausschuss am Montagabend weitaus moderater.

Wie berichtet, hatte das Landschaftsarchitekturbüro von Franz Reschke aus Berlin mit Abstand die meiste Zustimmung bei der Vorauswahl erhalten. Er müsse diesem Siegerentwurf ein Lob aussprechen, sagte Ralf Marciniak (CDU). „Das kann nur eine Aufwertung sein.“ Damit sei auch das wilde Parken aus der Welt geschafft.

Auch Bernhard Meiwes (SPD) erneuerte sein Plädoyer, die Planungen so umzusetzen, wie es auch die Jury empfohlen habe. „Es ist sehr schwierig, diesen Platz zu gestalten.“ Natürlich sei es vielleicht zunächst irritierend, wenn Fahrgeschäfte nicht mehr dort stehen, wo sie bislang standen. „Aber dann wird man sich daran gewöhnen.“

Grünfugen helfen bei der Platzentwässerung

Bernd Döding, Leiter der Ahlener Umweltbetriebe, hatte zuvor die Neukonzeption ebenfalls als innovativ und kreativ gelobt. „Dieser Platz kann mehr“, sagte er. Neben den rund 100 neuen Bäumen gebe es parkähnliche Wege mit wassergebundenen Decken, Sitzgelegenheiten und Aktivitätsflächen. Die Möblierung werde angelehnt an die aktuelle Ahlener Stadtmöblierung als robuste Stahlkonstruktion mit länglichen, unbehandelten Holzauflagen. Reversible Fahrradbügel werden dezentral den einzelnen Entree­situationen sowie dem zentral auf dem Platz verorteten Pavillon zugeordnet. Im Umfeld der Mobilstation werden kompakt überdachte Abstell- als auch Lademöglichkeiten vorgesehen. Ein offener Stadtgarten mit Hochbeeten bietet nach Angaben der Reschke-Konzeption Platz für das Engagement von Akteuren und Initiativen. Die ausgeweiteten Grünfugen helfen zudem bei der Platzentwässerung, so Döding. Ein Umstand, der bei anderen Entwürfen zu kurz kam.

Auf Nachfrage von Arne Engelbrecht (FWG) bestätigte Döding außerdem, dass in den Siegerentwurf bereits sämtliche Zeltgrößen und Fahrgeschäfte, die für die bisherigen Veranstaltungen nötig waren, „durchgespielt“ worden seien. Auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) habe zugestimmt, hieß es auf Nachfrage von Andreas Huesmann (FDP). Im dritten Quartal werde dann der Förderantrag gestellt.

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