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Mammut-Ferienspiele beendet

Digimut auch im Blackout auf Sendung

Ahlen

Zwei Wochen Mammut-Ferienspiele sind gelaufen, das Betreuungsangebot der Stadt Ahlen aber geht in drei Etappen munter weiter. In JZ Ost, Juk-Haus und wieder JZ Ost. Und danach? Zurück in die Schule!

Von Ulrich Gösmann

Vorbereitungen für die digitale Abschlussparty. Die kam zwar mit dem blauen Wasserturm auf die Bildschirme, spielte aber weitestgehend vor grüner Wand des Filmstudios im Juk-Haus. Foto: Stadt Ahlen

Was für eine Abschlussparty! Nachhaltig und digital. Hinter zwei Wochen städtische Mammut-Ferienspiele setzt Markus Beckmann aus dem Organisationsteam ein „135 plus X“. Wie viele analog dabei waren, ist klar. Wie viele sich täglich digital zuschalteten, sei in den nächsten Tagen noch nachzuforschen.

Einst waren es die Mammutspiele, die massenhaft begeisterten, wenn Mammutianer in ihrer Mammutstadt auf engstem Raum um den Mammon feilschten. Die Pandemie zwang im Vorjahr zum Umdenken. Das war die Geburtsstunde von Digimut, dem digitalen Mammut, das zur Premiere im Sommer 2020 zu einer großen Weltreise aufbrach, vor grünem Hintergrund das Aufnahmestudio im Juk-Haus aber nie so wirklich die Stadtgrenzen übersprang. Auch jetzt blieb der zottelige Geselle in Ahlen. In klarer Absicht, eine Abschlussparty vorzubereiten, die nachhaltig sein sollte. Täglich funkten Einspielfilme aus dem Juk-Haus. Mal informierten sich Digimut und seine Begleiterin Petra Witzig in der Kläranlage, was aus dem Abwasser wird. Mal vom Wertstoffhof, um den Weg des Mülls zu erklären. Oder es ging auf den Deich. Für den Hochwasserschutz vor den Toren Ahlens angelegt, grasen Schafe in städtischem Auftrag. Für Markus Beckmann, Gruppenleiter Jugendförderung und Jugendhilfeplaner, haben die Filme den Charme, wie in der „Sendung mit der Maus“, komplexe Sachverhalte einfach herüberzubringen.

Mammut-Ferienspiele digital: Es funkte aus dem Juk-Haus. Foto:

Zuschauen war nicht alles. Wer wollte, stellte sich den Tagesaufgaben und zeigte sein Ergebnis via Zusendung. Einzig der vergangene Dienstag riss aus neuer Routine, als mit dem Ausfall von 474 Vodafone-Festanschlüssen im Postleitzahlenbereich 59229 auch das Juk-Haus vorübergehend vom Netz war. Eigentlich ein Super-Gau für ein digitales Format. Beckmann spricht von einer technischen Herausforderung. „Wir haben umgeswitcht. Wir waren schnell aus dem Schneider.“

Kreativität brachten auch die analogen Betreuungsangebote an vier Schulstandorte in die ersten beiden Ferienwochen. Von hier standen die Leitungen zur Sendezentrale, um Digimut bei seinen Partyvorbereitungen miterleben zu können.

Mammut-Ferienspiele analog: Im Stadtpark packte das Spielmobil aus. Foto:

Markus Beckmann sieht eine deutliche Verbesserung des Angebotes, das im Vorjahr in kürzester Zeit hätte umgesetzt werden müssen. Im Fachbereich Jugend arbeiteten Sybille Kordes und Lisa Rammler mit an der Weiterentwicklung. Beckmann: „Es war deutlich ausgereifter und stringenter.“ Anhand von YouTube-Zugriffen hofft das Orga-­ Team jetzt, zu erfahren, wie viele Ferienkinder auf digitaler Ebene mit dabei waren.

Auch wenn die Mammutspiele jetzt beendet sind, das Betreuungsangebot geht weiter. In dieser Woche von 15 bis 21 Uhr im Jugendzentrum Ost, die Woche danach im Juk-Haus. Die letzten beiden Ferienwochen übernimmt das OGS-Ferienangebot im JZ Ost, für das alle 50 Plätze bereits vergeben sind.

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