„Mammut-Tierheim“

Doppelter Grund zum Feiern

Tönnishäuschen

Es ist geschafft: Mit der Einweihung des neuen Hunde-Quarantänehauses hat das „Mammut-Tierheim“ die letzte Bedingung erfüllt, die zur Verleihung der Tierheim-Plakette des Deutschen Tierschutzbundes noch fehlte.

Ralf Steinhorst

Das Team des „Mammut-Tierheims“ mit Christiane Schäfer, Katharina Mette, Enrico Weßel, Fabio Weßel, Michael Herzog, Marion Herzog, und Thomas Vocke (v. l.) freute sich mit Thomas Schröder (2. v. r.) über die Tierheimplakette. Foto: Ralf Steinhorst

Die Einweihung des neuen Hunde-Quarantänehauses war die letzte Bedingung, die zur Verleihung der „Tierheim-Plakette“ des Deutschen Tierschutzbundes für das „Mammut-Tierheim“ noch fehlte. Nun ist diese Bedingung erfüllt – und die Auszeichnung im Kapellendorf angekommen.

Das nahm der Tierschutzverein Ahlen am Donnerstagnachmittag zum Anlass, Einweihung und Übergabe gemeinsam zu feiern. Weil Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Verleihung übernahm, konnte er die nach ihm benannte Hunde-Quarantäne „Thomas-Schröder-Haus“ gleich miteinweihen.

Damit ist das Mammut-Tierheim das 23. Tierheim in NRW, das die Tierheimplakette verliehen bekam, bundesweit sind es nun 104. Um die Plakette verliehen zu bekommen müssen strenge Maßstäbe für das Tierwohl erfüllt werden. Dazu gehören Vorgaben für die Größe der Hunde- und Katzenunterkünfte, die bei Hunden auch zusätzlich einen Auslauf aufweisen müssen. Ebenfalls müssen vom Vermittlungsbereich getrennte Quarantänen für Hunde und Katzen vorhanden sein sowie auch getrennte Krankenstationen. „Das sind wichtige Grundvoraussetzungen für die Plakette“, verdeutlichte Judith Schönenstein vom Tierschutzbund.

In Anwesenheit vieler Gäste, darunter der MdB Bernhard Daldrup und der Drensteinfurter Bürgermeister Carsten Grawunder, zeigte sich die Tierschutzvereinsvorsitzende Christiane Schäfer stolz über das in sechs Jahren Erreichte. Denn mit seinem Amtsantritt im Mai 2013 habe der neue Vorstand viele Träume gehabt. Damals hatte man nur wenig Barvermögen und ein abbruchreifes Tierheim. Mit Hilfe vieler Ratgeber und Sponsoren sei in den vergangenen sechs Jahren viel entstanden. „Ich bin stolz auf unser Team“, bekräftigte Christiane Schäfer, dass der Verein viel geschafft habe und auch auf die Mitarbeiter-Fortbildung großen Wert legt. Inzwischen ist das Tierheim sogar ein Ausbildungsbetrieb.

„Innerhalb von sechs Jahren hat das Team ein vorbildliches Tierheim gebaut“, zeigte sich auch Thomas Schröder begeistert. Fast 200 000 Euro habe der Tierschutzbund zur Entwicklung des Tierheims beigesteuert, aber das sei auch gerechtfertigt gewesen: „Hier ist ein Team, das kämpft und nachhaltig arbeitet.“ Aufgrund der Finanzmisere, auch weil aus seiner Sicht leistungsbezogene Unterstützung durch die Kommunen fehlte, bot er eine Wette an: Wenn der Tierschutzverein bis Ende der kommenden Woche bis zu 5000 Euro als Spenden, vorzugsweise von den Bürgermeistern gespendet, einsammeln könnte, werde er die gesammelte Spendensumme verdoppeln.

Christiane Schäfer weihte mit Thomas Schröder das neue Haus für die Hundequarantäne ein, das sogar nun seinen Namen trägt. Foto: Ralf Steinhorst

„Wir Ahlener können stolz auf dieses Team sein“, zollte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Rita Pöppinghaus-Voss großen Respekt. Schließlich sei die Tierheim-Plakette ja auch ein Ergebnis des Qualitätsmanagements. Was die Wette von Thomas Schröder anging, wolle sie sich dafür einsetzen, dass von Seiten der Stadt Ahlen ein Betrag komme. Versprechen allerdings könne sie das nicht.

Thomas Schröder
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