1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. Dorfgemeinschaft hat ihnen viel zu verdanken

  8. >

IG VVV ehrte drei Vorhelmer

Dorfgemeinschaft hat ihnen viel zu verdanken

Vorhelm

Mehrere Präsentkörbe wechselten jetzt bei der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände die Besitzer: Der Vorstand ehrte mit Mechthild Humberg, Josef Remmert und Willi Wienker drei besondere Persönlichkeiten.

Im Namen des Vorstands der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände ehrten Guido Keil und Leon Schwarte mit Mechthild Humberg, Willi Wienker und Josef Remmert (v. r.) drei verdiente Vorhelmer, die sich aus der ersten Riege zurückziehen. Foto: Christian Wolff

Unter dem Motto „Wir sagen Dankeschön“ stand die Versammlung der Interessengemeinschaft Vorhelmer Vereine und Verbände (IG VVV) in diesen Tagen im Saal Witte. Vorsitzender Guido Keil ehrte drei verdiente Vorhelmer, die viele Jahre lang in der ersten Reihe gestanden und wichtige Posten in der Dorfgemeinschaft bekleidet haben. „Wir alle haben ihnen viel zu verdanken“, so Keil.

Mechthild Humberg hatte sich als Leiterin der Offenen Ganztagsschule ganz dem Nachwuchs verschrieben. „Mit war es immer wichtig, Kindern ihre Heimat ein Stück näherzubringen“, sagte sie, gestand dabei aber auch ein, dass es in Zeiten medialer Reizüberflutung nicht leichter geworden ist, bestimmte Akzente nachhaltig zu setzen. In diesem Punkt wünschte sie ihrem Nachfolger viel Geschick mit den jungen Vorhelmern.

„Jetzt sind die Jüngeren an der Reihe!“

Josef Remmert war bereits seit 1970 als Vertreter des Gemeinderats aktiv und hatte mehr als zwei Jahrzehnte später durch den Anschub von Pastor Hermann Honermann die IG VVV mit aus der Taufe gehoben. „Meine Amtszeit endete eigentlich schon vor drei Jahren“, erinnerte Remmert. Aber Corona sei dazwischengekommen und die angedachte Abschieds-Planwagenfahrt habe leider ausfallen müssen. Dennoch: „Die Pflicht war Freude“, betonte der ehemalige Dachverbandschef.

Ähnlich äußerte sich Willi Wienker, der nach dem Tod von Heinz Paschert im Jahr 2003 die Amtsgeschäfte an der Spitze des Heimatvereins übernommen hatte. In einem kurzen Rückblick skizzierte er die vielen Höhepunkte seiner Amtszeit – vom Kauf der Alten Mühle über die Einrichtung eines Trauzimmers und Archivs, den Bau der Strontianit-Gedenkstätte sowie des Wulfbert-Denkmals bis hin zu den Maibaum-, Mühlen- und Dreschfesten der vergangenen Jahre. Wienker freute sich, dass der Heimatverein durch zahlreiche Neueintritte wieder im Aufwind ist. „Jetzt sind die Jüngeren an der Reihe!“

Nach den Ehrungen ging es auch um die Planung kommender Aktivitäten. So soll 2023 wieder ein „Pöggskenmarkt“ stattfinden. Zwar hatten die Anwesenden bei der Sitzung den 19. und 20. August ins Visier genommen, doch der erwies sich kurz danach bereits als ungünstig, vor allem für die beteiligten Musikgruppen. „Wir würden mit dem ,Pöggskenmarkt‘ somit auf den Alternativtermin 9. und 10. September umschwenken“, teilte Guido Keil unserer Zeitung mit. „Der Samstag soll ein Dorffest mit Livemusik sein, während wir uns am Sonntag auf einen Markt mit eigenen Attraktionen konzentrieren.“

Planungen für kommende Veranstaltungen

Daneben würde Guido Keil gerne eine Veranstaltung unter dem Titel „Vorhelm für Anfänger“ ins Leben rufen, um vor allem neuzugezogenen Familien die Vorzüge und Möglichkeiten des Wibbeltdorfes sowie die richtigen Ansprechpartner ans Herz zu legen. „Aber auch solche, die schon länger hier wohnen, aber noch Hemmschwellen haben, sich irgendwo einzubinden, sind angesprochen.“ Abschließend geklärt werden müsse noch, ob das Ganze als offene Veranstaltung oder als Fahrradtour mit unterschiedlichen Stationen aufgezogen werden sollte.

Die Kassierer der Mitgliedsvereine wollen sich im Jahresverlauf auch um das Thema Fördermittel kümmern. Da sei jeder Verein momentan auf sich selbst gestellt, aber man könnte durch den Austausch vielleicht mehr für Vorhelm erreichen, so der IG-Vorsitzende.

Startseite