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Maibaumaufstellung

Drei unabdingbare „P“ und noch viel mehr

Ahlen

Pütt, Pott und Ploug zieren den neuen Maibaum, der seit Montag am Morsbachplatz steht. Aber auch die anderen Innungsschilder sind echte Hingucker. Hergestellt hat sie Karl-Heinz Siehoff.

Sie haben sich bei der Maibaum-Aufstellung tatkräftig miteingebracht: Wilfried Born, Hermann Huerkamp, Karl-Heinz Siehoff, Peter Przyluczky, Werner Roll, Gerd Pollmeier, Patrick Lembke, Sergej Kuck, Valerie Keller und Bruno Kolekta. Foto: Stadtteilbüro

Bis Ende Oktober steht er nun da – der Maibaum auf dem Morsbachplatz vor der Lohnhalle auf der Zeche Westfalen. Kurz vor 11 Uhr stemmten die Mitarbeiter der Projektgesellschaft Westfalen und einige Freiwillige am Montagmorgen auf Abstand den gut neun Meter großen und reich geschmückten Stamm kurzerhand in die Höhe und verankerten ihn sicher an dem erst vor kurzem extra dafür errichtetem Fundament.

Monatelange Kleinarbeit

Sichtlich stolz und zufrieden betrachtete Karl-Heinz Siehoff sein Werk, das er in monatelanger Kleinarbeit erschaffen hat. Dankbar ist er an erster Stelle der Försterin des Heessener Forsts, die ihm den Stamm nach langer Suche zur Verfügung gestellt hat. Dank galt aber auch seinem guten Freund Gerd Pollmeier, der ihm den neun Meter langen Stamm „nach Hause“ auf die Zeche gebracht hat, um ihn dort bearbeiten zu können. „Ich muss meiner Frau noch einen Blumenstrauß mitbringen, schließlich habe ich monatelang unsere Küche als Maleratelier missbraucht, weil ich bei dem schlechten Wetter die Schilder nicht draußen machen konnte“, ergänzte Siehoff.

Maibaum am Morsbachplatz vor der Zeche Foto: Stadtteilbüro

Was aber wird denn nun an dem Baum abgebildet? Im Allgemeinen sieht man an solchen Bäumen Innungsabzeichen. Karl-Heinz Siehoff war klar, erst mal müssen die für Ahlen typischen drei „P“ – Pütt für die Zeche, Pott für die Emaillefabrikation und Ploug für die Landwirtschaft – abgebildet werden. Dazu gesellen sich noch diverse andere Gewerke.

Unterstützung von allen Seiten

„Natürlich haben wir das Projekt komplett unterstützt“, berichtete Hermann Huerkamp, Geschäftsführer der Projektgesellschaft. Wenngleich er es im ersten Moment für eine verrückte Idee gehalten habe, ergänzte er augenzwinkernd. Weitere Unterstützer fanden sich bei dem Vorsitzenden der Mieter-Interessengemeinschaft Bruno Kolekta, beim Leiter der Umweltbetriebe Bernd Döding sowie Wilfried Born von der Wohnungsgesellschaft Vivawest, der sich um die Finanzierung kümmerte.

Bezahlt wurde das rund 1000 Euro teure Projekt durch die Stiftung der Wohnungsgesellschaft Vivawest. Lediglich die Sachkosten mussten finanziert werden, alle anderen Leistungen wurden ehrenamtlich oder von der Projektgesellschaft Westfalenerbracht.

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