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Eindrucksvolles Konzert im Rahmen der Marktmusik

Duett auf zwei Marimbas

Ahlen

Konzentriert und doch mit Leichtigkeit ließen Katarzyna Myćka und Conrado Moya in der Marktmusik die Schlägel tanzen.

Von Ralf Steinhorst

Ließen ihre Schlägel mit Leichtigkeit über die Aufschlagstäbe ihrer Marimbas tanzen: Katarzyna Myćka und ihr Duopartner Conrado Moya. Foto: Ralf Steinhorst

Die Gäste der Marktmusik erlebten am Samstagvormittag in der St.-Marien-Kirche ein eindrucksvolles Konzert auf zwei Marimbas. Die international vielprämierte Marimbaspielerin Katarzyna Myćka spielte mit Conrado Moya sowohl moderne als auch klassische Werke wie die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach.

Die Kritikerbezeichnung „Die mit den Schlägeln tanzt“ für Katarzyna Myćka habe ihm sehr gut gefallen, gestand Marktmusik-Initiator Andreas Blechmann in seinen einleitenden Worten. Tanz passe aber auch zu Bachs Musik, die wie eine bewegte Architektur wirkt.

Katarzyna Myćka hatte den Spanier Conrado Moya als ihren Duopartner mitgebracht. Vor einigen Jahren hatte er bei ihr Unterricht genommen, als beide beschlossen, die Goldberg-Variationen von Bach anzugehen. „Aus dem Projekt wurde dann ein Duo“, erklärte Katarzyna Myćka.

Instrumentales Schwergewicht

Die Stuttgarterin war über ihre Schlagzeugausbildung zur Marimba gekommen, denn das Instrument ist Bestandteil einer solchen. Auch kam ihr die Ausbildung am Klavier zupass, denn schließlich sind die hölzernen Aufschlagstäbe bei der Marimba wie eine Klaviertastatur angeordnet. „Die Marimba ist die große Schwester des Xylofons“, hielt Katarzyna Myćka dann einen weiteren Vergleich ihres bis zu 50 Kilogramm schweren Instruments bereit, das deshalb immer in Einzelteilen transportiert wird.

Das Motto „Die mit den Schlägeln tanzt“ wurde dann im Konzert auch sichtbar. Mit Konzentration und doch mit Leichtigkeit und Entspanntheit in der Mimik ließen beide Musiker die jeweils zwei Schlägel in jeder Hand virtuos über die Aufschlagstäbe tanzen, als gebe es nichts Einfacheres auf der Welt. War Emanuel Séjournés „Departure“ für Marimbas geschrieben, adaptierten beide Bachs „Italienisches Konzert“ für Klavier, Daniel Nicholas Wirts „Valse Valse“ für zwei Gitarren und Bachs „Goldberg-Variationen“ für Cembalo für ihr Instrument. Wobei sich die beiden Klaviaturen eines Cembalos gut auf beide Marimbas übertragen ließen. Was dann auch die Faszination ausmacht, wie Katarzyna Myćka noch einmal verdeutlichte: „Wir können mit unseren Schlägeln vier Töne auf einmal anschlagen.“

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