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Geldstrafe für 22-Jährigen

Durchsuchung als heilsamer Schock

Ahlen

Vom Vorwurf des Drogenhandels blieb nur die Beihilfe übrig: Ein 22-jähriger Ahlener hatte ein Päckchen aus Spanien entgegengenommen. Inhalt: 150 Gramm Marihuana.

Von Peter Sauer

Mit einer Geldstrafe kam ein 22-Jähriger davon, der wegen Drogenhandels am Dienstag vor dem Schöffengericht stand. Der Mann soll für eine dritte unbekannte Person Marihuana in Empfang genommen haben, so die Staatsanwältin in der Anklageschrift. Der 22-Jährige räumte diese Vorwürfe unumwunden ein. „Dafür konnte ich einen Teil für meinen Konsum behalten“, erklärte der Ahlener.

Im September 2020 war das aus Spanien verschickte Päckchen mit rund 150 Gramm der weichen Droge beim Zoll aufgefallen. Bei einer späteren Durchsuchung der Wohnung des Angeklagten fand die Polizei weiteres Marihuana sowie Utensilien zum Konsum.

Drogenkonsum eingestellt

„Die Aktion war für mich ein ziemlicher Schock, danach wurde mir klar, wohin ich gerade so abtreibe“, hob der junge Mann bei seiner Vernehmung hervor. Danach habe er den Drogenkonsum eingestellt und den Bekanntenkreis gewechselt. Schließlich gab er auch zu, dass es nicht das erste Mal gewesen sei, dass er so eine Sendung in Empfang genommen hat.

Das Gericht glaubte seiner Schilderung, nur als Empfänger für eine kleine Konsumbeteiligung aktiv geworden zu sein. Daher wurde die Anklage auf Beihilfe zum Betäubungsmittelhandel abgemildert. Die Staatsanwältin beantragte in ihrem Plädoyer eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 40 Euro. Das Gericht setzte nach der nur einstündigen Verhandlung die Strafe etwas höher und verurteilte den Mann zu 120 Tagessätzen zu je 50 Euro.

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