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Wasserstoff-Kampagne der FDP

„Echte Alternative zur E-Mobilität“

Ahlen

Die FDP setzt auf Wasserstoff. Bei seiner Tour mit einem Wasserstoffauto durch NRW machte der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler Station auf dem Marienplatz.

Von Ralf Steinhorst

Niklas Kaiter, der Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler, Thomas Schneider, Markus Bockholt und Eric Fellmann (v.l.) warben für den Einsatz wasserstoffangetriebener Fahrzeuge. Foto: Ralf Steinhorst

Die FDP will die Aufmerksamkeit auf Alternativen zu E-Autos richten. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler aus Bünde war deshalb zwei Wochen mit einem Wasserstoffauto in NRW unterwegs, um für die Nutzung von Wasserstoff zu werben. Der Ahlener Marienplatz war am Samstagnachmittag die letzte Station der Kampagne.

„Hier in Ahlen ist gewissermaßen der Höhepunkt der Tour“, bemerkte Frank Schäffler augenzwinkernd, um dann ernst zu werden: „Wasserstoff hat eine große Zukunft.“ Die Verbreitung des Wasserstoffantriebs sei zurzeit leider ein Henne-Ei-Problem. Es gebe zu wenig Tankstellen und daher zu wenig Wasserstoffautos und umgekehrt. Das Netz von derzeit 96 Wasserstofftankstellen in Deutschland müsse daher ausgebaut werden, in der Summe sei das bisher zu wenig. Gerade für Lkw biete Wasserstoff bei den derzeitigen Benzinpreisen eine Perspektive, so der Abgeordnete, E-Antriebe seien in diesem Bereich wegen des hohen Gewichts der Batterien und der dadurch geringer ausfallenden Nutzlast wenig vorteilhaft: „Da ist Wasserstoff mit schneller Betankung, hoher Reichweite und geringerem Gewicht eine echte Alternative.“ Hinzu komme, dass die EU-Regulierung Lkw-Hersteller zum Umdenken zwinge, bis 2030 sollen die Emission stark verringert werden.

Kommunen und Wirtschaft gemeinsam

Zur Förderung von Wasserstoff schlug Frank Schäffler vor, dass sich Kommunen mit der Wirtschaft zusammensetzen sollten, um die Infrastruktur auszubauen. Unter anderem sei der Einsatz von Wasserstoffbussen eine sinnvolle Lösung. Dem komme entgegen, dass der Bund den Bau von Wasserstofftankstellen bis zu 90 Prozent fördert, die Anschaffung von Wasserstoffbussen bis zu 80 Prozent. Als Beispiel nannte Frank Schäffler die Stadt Wuppertal, die ihre Stadtbusflotte komplett auf Wasserstoff umstellen wolle. Im Zweifel müsse man sich mit diesen Kommunen zusammensetzten, um praktische Erfahrungen in ein eigenes Konzept einfließen zu lassen.

Die FDP wolle mit dem wasserstoffangetrieben Toyota Mirai, mit dem Frank Schäffler auf Tour war, ein praktisches Beispiel aufzeigen. Was auch bei Thomas Schneider, Vize-Vorsitzender der FDP Ahlen, gut ankam: „Wir wollen alternative Energien zur E-Mobilität wieder in die Diskussion bringen, man muss nicht eingleisig fahren.“

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