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Helga und Gerd „Mocca“ Leifeld

Ehe voller Sport und Frohsinn ein „Diamant“

Ahlen

Bekannt wie ein „bunter Hund“ ist Gerd „Mocca“ Leifeld nicht nur im Ahlener Karneval. Jetzt feiert er mit seiner Helga das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Von Christian Wolff

Echte Frohnaturen: Helga und Gerd Leifeld feiern heute privat ihre Diamantene Hochzeit. Foto: Christian Wolff

Was haben sie nicht alles gemeinsam erlebt. Frohe und dunkle Stunden, viel Arbeit sowie so manche sportliche Partie. In den vergangenen 60 Jahren waren Helga und Gerd „Mocca“ Leifeld nur selten voneinander getrennt. Jetzt wird diese lange Zeit mit „Diamant“ und einer feierlichen Messe in St. Bartholomäus gekrönt.

An diesem Samstag erinnern sich die beiden Ahlener an den 23. Juni 1962, als in der St.-Gottfried-Kirche die Hochzeitsglocken läuteten. Als der junge Gerd seine Helga, geborene Schmidt, zum Traualtar führte, konnte er noch nicht ahnen, welch bunte Jahrzehnte vor ihnen liegen würden. Aus der Ehe gingen zwei Jungen hervor. Und auch die nächste Generation ist inzwischen am Start.

Nach der Hochzeit machte sich die gelernte Friseuse Helga als Wirtin selbstständig; später wurde sie Floristin. Seit einem halben Jahrhundert ist sie Mitglied im Kegelclub „Herzdame“ und damit sportlich auf der Höhe, so dass ihr Mann sie häufig als „flotte Oma“ bezeichnet. Lange Zeit spielte sie Tennis und machte Gymnastik.

Angefangen bei der Zeche

Gerd Leifeld war von 1953 bis 1962 im Bergbau beschäftigt. Doch die Zeit unter Tage war nichts für ein ganzes Berufsleben. So machte er sich mit seiner Ehefrau selbstständig und führte bis 1967 die Gaststätte „Eichhörnchen“ an der Oststraße. „Ich hatte damals gesagt, ich mache das so lange, bis ich Stadtprinz werde“, erinnert er sich. Und so kam es auch: Als „Mocca – der Ritterliche“ zog er 1967 in die Narrhalla Ahlensis ein.

Apropos Karneval: Das war ohnehin die Leidenschaft, die „Mocca“ am intensivsten pflegte und die ihn stadtbekannt machte. Im Jahr 1958 trat er in die Karnevalsgesellschaft „Freudenthal“ ein. Acht Jahre lang war er dort auch Senatspräsident, acht Jahre Prinzensprecher, acht Jahre Rosenmontagszugleiter und neun Jahre zweiter Vorsitzender des Bürgerausschusses zur Förderung des Ahlener Karnevals (BAS). Seit 2007 ist er auch Ehrenmitglied in der Dachgesellschaft.

Viele Ämter in vielen Jahrzehnten

Doch zurück in die Zeit vor 55 Jahren: Nach einem fröhlichen Prinzenjahr ließ sich Leifeld in Münster zum Floristen umschulen und eröffnete 1968 an der Rottmannstraße sein eigenes Blumenhaus. „Wir haben unser Geschäft 36 Jahre lang mit einer guten Mannschaft geführt“, so der Jubilar. „Allein 26 Jahre lang waren wir Ausbildungsbetrieb.“

Daneben gab es noch weitere Aktivitäten: Seit 58 Jahren ist Gerd Leifeld im Männerchor „Cäcilia Liedertafel“ aktiv. Seine große Leidenschaft gilt dem Tischtennisspiel. Besonders stolz ist er darauf, dass er dreimal Besuch vom Ahlener Tischtennisstar Christian Süß bekam. Der Europa- und Vize-Weltmeister lieferte sich auch einige Partien mit „Mocca“.

Gefeiert wird die Diamantene Hochzeit in privater Runde.

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