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Blutspender-Ehrung im Johannes-Baldauf-Haus

Ehrennadeln für selbstlosen Einsatz

Ahlen

Mit Abstand und in zeitlichen Etappen, aber nicht minder herzlich dankte das Rote Kreuz jetzt zahlreichen treuen Blutspenderinnen und Blutspendern.

Die Blutspendenbeauftragte Waltraud Nolte ehrte mit Abstand fünf Lebensretter, die jeweils 125 Mal Blut gespendet hatten. Das Foto zeigt (v.l.) Jürgen Witte, Heinrich Rubbert, Waltraud Nolte, Detlef Peter Jotzeit, Hubert Kokenkemper und Elmar Kleier. Foto: Jotzeit

Blutspender sind bekanntlich Lebensretter. Am Dienstag galt es im DRK-Heim, gleich 60 von ihnen zu ehren – coronabedingt unter aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Insgesamt hatten sich die Spenderinnen und Spender in den vergangenen Monaten 3625 Mal den Lebenssaft abzapfen lassen, um Menschen in Not zu helfen. Für den „selbstlosen Einsatz“, so DRK- Geschäftsführer Theodor Budt, gab es als Ehrennadeln und die beliebten Ahlen-Gutscheine als kleines Präsent.

Gut vorbereitet unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln hatten (v.l.) Ralf Marciniak, Waltraud Nolte und Theodor Budt die Veranstaltung. Foto: Jotzeit

Allerdings fand nur ein knappes Drittel der eingeladenen Blutspenderinnen und -spender den Weg ins das Johannes-Baldauf-Haus. Das bedauerten auch DRK-Vorsitzender Ralf Marciniak und die Blutspendenbeauftragte Waltraud Nolte, die zusammen mit Theodor Budt die zu Ehrenden einzeln und zeitlich verschoben begrüßten. „Auch in dieser schwierigen Zeit wird dringend Spenderblut gebraucht, um Leben zu retten“, machte Waltraud Nolte deutlich und wies auf die drei Spendetermine in der kommenden Woche hin (Dienstag bis Donnerstag, 7. bis 9. Dezember, von 15 bis 20 Uhr).

Waltraud Nolte – eine feste Größe

Eine feste Größe bei den Blutspenden ist Waltraud Nolte. Seit 1972 ist sie die Blutspendenbeauftragte im DRK-Ortsverein Ahlen und zeichnet für mehr als 30 Aktionen pro Jahr verantwortlich. Dafür wurde sie 2019 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik ausgezeichnet.

„Das ist mein Leben“, sagt die engagierte Frau, die in den vergangenen fast 50 Jahren viel erlebt hat. Ein prägendes Ereignis sei die Zugkatastrophe in Eschede am 3. Juni 1996 gewesen, bei der 101 Menschen ums Leben gekommen und fast 100 Schwerverletzte zu beklagen gewesen seien. „An dem Tag fand ein Blutspendetermin in Ahlen statt“, erinnert sich Waltraud Nolte. Spontan sei die Aktion bis auf 23 Uhr verlängert worden. Der Aufruf habe eine riesengroße Resonanz gefunden. „Normal waren damals 120 Spender pro Termin“, sagt sie. Doch an dem Tag seien mehr als 100 Menschen zusätzlich gekommen.

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