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Mädchenfußballcamp

Eigene Stärken im Sport entdecken

Ahlen

Das Innosozial-Fußballcamp ist mehr als eine rein sportliche Veranstaltung. Es geht um Zusammenhalt und Selbstvertrauen.

wn

Das Kicken auf dem engen Soccerfeld bot eine spannende Alternative zum Spielen auf dem großen Fußballplatz. Foto: Innosozial

Coronazeiten hin oder her, das dreitägige Innosozial Mädchenfußballcamp in den Sommerferien sollte nicht ausfallen. Am Wochenende ging es in die bereits sechste Auflage. Auch wenn das Projekt unter dem Motto „Sport macht stark – starke Mädchen durch Fußball“ stand, wurde nicht nur gekickt, sondern auch geklettert und Gymnastik gemacht, wie Veranstalter Innosozial mitteilte.

„Ziel waren 40 Anmeldungen, 53 sind es dann geworden“, freute sich Innosozial-Projektleiterin Agnieszka Bednorz, die mit ihrem Team ein spezielles Hygiene- und Schutzkonzept entwickelt hatte. Mitmachen durften Mädchen aus den Klassen drei bis acht.

Kooperationspartner war wieder die Frauen- und Mädchenabteilung von Rot-Weiß Ahlen und das Delta Studio hatte die Gymnastikeinheiten organisiert.

An den Kletterwänden in der Rockvibes Kletterhalle konnte die Mädchen ihr Geschick in luftiger Höhe zeigen. Foto: Innosozial

Am Freitag wurden im Wersestadion zunächst Fußballtrainings, Spielstationen und Wettbewerbe absolviert, ehe dann am Samstag ein Ortswechsel in die Soccerhalle auf der Zeche anstand. Natürlich wurde da ebenfalls gekickt, aber die Mädchen konnten ihr Geschick auch an den Kletterwänden nebenan in der Rockvibes-Kletterhalle in luftiger Höhe zeigen. Zum Ausgleich wurde draußen im Eingangsbereich Gymnastik angeboten, ehe es dann später zum Filmnachmittag ins „Cinema Ahlen“ ging. Die Mädchen sahen den Jugendfilm „Zu weit weg – aber Freunde für immer“, in dem es um interkulturelle Freundschaften geht. Das Abschlussturnier fand am Sonntag wieder im Werse­stadion statt. Auch die Eltern waren eingeladen.

„Wir sind eine bunte gemischte Gruppe, alle verstehen sich super“, sah Agnieszka Bednorz ein Ziel verwirklicht. Die Mädchen sollten aber auch neue Sportarten und eigene Stärken kennenlernen, unabhängig von kulturellem, religiösen oder sozialem Hintergrund. Für Vollverpflegung mit vegetarischen Gerichten war dabei gesorgt.

Das Organisationsteam mit Martin Temme, Ergül Aydemir, Olga Vasileiadou, Marco Beyer, Agnieszka Bednorz und Dietmar Zöller. Foto: Innosozial

Martin Temme von Rot-Weiß Ahlen stellte fest, dass die Sommer-Fußballcamps bisher immer nachhaltige Folgen hatten: „Im Laufe der Jahre haben einige der Mädchen den Weg zu uns gefunden.“ Was gut sei, denn der Verein biete schließlich eine gesunde Freizeitalternative an. Die Abteilung wachse, während andere Vereine teilweise ihre Mädchen- und Frauenabteilungen reduzieren müssten. Agnieszka Bednorz nannte noch einen weiteren Gesichtspunkt: Im Rahmen des Projekts würden auch Fußball-Assistentinnen ausgebildet und geschult, die dann wieder in den Fußball-AGs in den Grundschulen zum Einsatz kommen. Darunter seien auch Jugendliche aus den Fußballcamps: „Mädchen sollen schließlich die gleichen Entwicklungschancen wie Jungen bekommen.“

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